Medien : „Sabine Christiansen“ vorne

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Die Fernsehzuschauer beurteilen die politischen Diskussionssendungen sehr positiv. Folgt man der Rangliste des so genannten „ARD/ZDF-Trends“, dann liegen „Sabine Christiansen“ und „Presseclub“ (beide ARD) ganz vorne, „Berlin Mitte“ (ZDF) kommt auf Rang drei. Auf den Plätzen vier und fünf folgen die ZDF-Sendung „halb zwölf“, der bei n-tv ausgestrahlte „Talk in Berlin“ und die ARD-Talkshow „Friedman“. In der repräsentativen Befragung waren die Zuschauer der einzelnen Sendungen gebeten, die Leistung mit Schulnoten zu bewerten. Danach erhielt „Sabine Christiansen“ von 71 Prozent ihrer Zuschauer entweder ein „Sehr gut“ oder ein „Gut“. Der „Presseclub“ kam auf 70 Prozent, „Friedman“ noch auf 51 Prozent.

Der Hauptgrund für die Akzeptanz der Diskussionssendungen liegt in der Prominenz der Teilnehmer und in der Aktualität der diskutierten Themen. Fast genauso wichtig ist ihre Forumsdiskussion, die es ermöglicht, die wichtigsten Ansichten zu einem Thema zu verfolgen. Die Glaubwürdigkeit und Sachkompetenz der Moderatoren spielen ebenso eine bedeutende Rolle.

Teil der Untersuchung waren auch die politischen Magazine. Hier erhielt „Monitor“ (ARD) vor „Stern TV“ (RTL) und „Panorama“ die besten Noten. An den öffentlich-rechtlichen Magazinen wird vor allem deren Kritik- und Kontrollfunktion positiv bewertet, bei den Angeboten der privaten Sender wird der höhere Nutzfaktor und die Alltagsnähe der vermittelten Informationen geschätzt.

Wer regelmäßig politische Diskussionen und Politmagazine verfolgt, ist laut Studie politisch interessierter, versteht mehr von Politik und ist eher bereit, sich zu engagieren. Zu einem positiveren Bild von Politik und Politikern führt die regelmäßige Nutzung dieser Sendungen allerdings nicht. Ihre Zuschauer betrachten Politik und Politiker mit ähnlicher Skepsis wie die Nicht-Zuschauer. Jeder zweite Bürger hält Politik für ein „schmutziges Geschäft“. Joachim Huber

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