Medien : Same Procedure II

SMS-Engpässe zu Silvester, 36 Milliarden Mitteilungen in 2003

-

„An einigen stark frequentierten Orten kann es zum Jahreswechsel beim SMSVersand zu temporären Verzögerungen kommen.“ Also, liebe Silvester-Gäste am Brandenburger Tor oder dort, wo Sie den Jahresausklang feiern werden: Wenn es Ihnen in den letzten Minuten vor Mitternacht trotz aller Fingerfertigkeit nicht gelingt, die „Happy-New-Year-SMS“ zu verschicken, dann gedulden Sie sich etwas und versuchen es kurz nach Zwölf noch einmal, so lautet jedenfalls der Rat von T-Mobile-Sprecher Christian Schwolow.

Wer sich dagegen an keinem dieser „stark frequentierten Orte“ aufhält, kann getrost seine SMS-Neujahrsgrüße verschicken, denn die Provider haben ihre Netze so ausgelegt, dass sie grundsätzlich auch mit solchen Spitzenlasten wie zum Jahreswechsel klarkommen, sagt der T-Mobile-Mann. Per Kanaloptimierung werde man auch diesen Engpass meistern, erklärt Schwolow mit Blick auf die zurückliegenden Jahre. „The same procedure as every year“, heißt die Devise.

Unbegründet ist die Sorge um die pünktliche Auslieferung der Silvester-SMS nicht. Jürgen Grützner, Sprecher des Branchenverbands, hält „zeitweise Überlastungen und Verspätungen“ in der Nacht zum Donnerstag durchaus für möglich. „Allein zum Jahreswechsel müssen die Netze das Sechsfache des normalen Verkehrs verkraften“, hatte er vor kurzem erklärt. Ein Zusammenbruch der Netze sei allerdings nicht zu befürchten, pflichtet Grützner dem T-Mobile- Sprecher bei.

Der SMS-Boom hat auch 2003 nicht an Kraft verloren. Insgesamt 36 Milliarden Kurzmitteilungen wurden laut Grützner über die deutschen Handy-Netze versandt. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres (31,2 Milliarden SMS) nochmals gesteigert. sag

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben