Sat.1 : "Kein Problem mit Johannes B. Kerner"

Der neuer Sat-1-Mann darf auch für Telekom arbeiten. Das ZDF, das Kerner spätestens mit Ablauf dieses Jahres verlassen wird, benötigt für diesen Moderator erst einmal einen adäquaten Ersatz.

Joachim Huber
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J. B. Kerner

„Johannes B. Kerner wechselt exklusiv zu Sat 1.“ Dies meldete der Privatsender am Mittwoch voller Stolz. Am Donnerstag wurde bekannt, dass Kerner mit Constantin-Medien in Gesprächen sei. Constantin-Medien wird für die T-HomeKunden der Deutschen Telekom die Live-Bilder von der Fußball-Bundesliga produzieren. Kerner könnte von der Saison 2009/2010 an einer der Moderatoren sein. Wird er diese Aufgabe übernehmen, wird er nicht „ exklusiv“ für Sat 1 tätig sein. Der Privatsender hätte damit nach Angaben seiner Sprecherin Diana Schardt „kein Problem“. „Wir wussten von diesen Gesprächen“, sagte sie dem Tagesspiegel. Sollte Johannes B. Kerner auch für Constantin-Medien arbeiten, dann wäre er ja im Pay-TV-Bereich aktiv. „Für Sat 1 ist wichtig, dass Herr Kerner exklusiv im Free-TV-Segment für uns arbeitet“, sagte Diana Schardt.

Für alle, die etwas von Fußball und vom Fußball im Fernsehen verstehen, brechen goldene Zeiten an. Sat 1 sucht neben Johannes B. Kerner und Oliver Welke einen dritten Moderator für die „ran“-Eurocup-Übertragungen, „möglichst eine Frau“, wie Sprecherin Schardt sagte. Constantin-Medien, der neue Telekom-Partner, baut einen kompletten Bundesliga-Kanal auf, für den es eine komplette Redaktion braucht.

Das ZDF, das Kerner spätestens mit Ablauf dieses Jahres verlassen wird, benötigt für diesen Moderator erst einmal einen adäquaten Ersatz. Dann bricht Michael Steinbrecher, Moderator des „Aktuellen Sport-Studios“, zu neuen Ufern auf. Er übernimmt, wahrscheinlich zum Wintersemester, eine Vertretungsprofessur am Institut für Journalistik der TU Dortmund. Steinbrecher sagte dem Tagesspiegel, er werde weiterhin für das ZDF arbeiten, zugleich will er mit der Uni „darüber sprechen, welche Rahmenbedingungen nötig sind, damit wir auch wirklich etwas erreichen, für die Studierenden, aber auch für das Institut.“ Joachim Huber

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