Medien : Sat1 und RTL auf der Suche nach der Serie

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Special Agent Gibbs deutet auf einen Schrank in der Präsidentenmaschine: „Hier haben die FilmTerroristen die Waffen rausgeholt.” Recht hat er. In Wolfgang Petersens „Air Force One” wurde die fliegende Kommandozentrale der USA gekidnappt, doch der Präsident rang die bösen Buben nieder. Dass sich Gibbs so auskennt, ist kein Wunder: Der Pilotfilm der neuen Sat1-Serie „Navy CIS” handelt auch von einem Verbrechen an Bord der Air Force One, nutzt dieselbe Flugzeugkulisse wie Petersen.

„Navy CIS” („Naval Criminal Investigative Service – NCIS”) – das sind Kriminalfälle, an denen Angehörige der Navy oder des Marine Korps beteiligt sind. Alles sehr amerikanisch. Noch vor einem Jahr hätte eine solche Serie keine Chance in einem deutschen TV-Programm gehabt. Nun wird sie von Sat 1 in die Hauptsendezeit gehoben. Dabei hatten die Berliner zuletzt nur dem Science-Fiction-Klassiker „Star Trek” eine Prime-Time-Chance gegeben. Die Renaissance der US-Kaufserien scheint gekommen. Neben Sat 1 wagt sich auch RTL wieder an ein US-Serienprodukt, mit „CSI Miami” ab 19. April. Der Anteil von Kaufserien ist „sicher ausbaufähig”, sagt Sat-1-Redakteurin Tina Ziegler. Abgesehen von den „CSI“-Erfolgen würden die neuen US-Serien den Zuschauer-Wunsch nach mehr Realismus widerspiegeln. Für „Navy CIS” gilt das freilich nur bedingt. Das US-Militär hat in Deutschland auch schon mal höheres Ansehen genossen. tgr

„Navy CIS“, Sat1, 21 Uhr 15

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