Medien : Schade um Seppelt

Frank Bachner

Deutsche Schwimm-Meisterschaften. ARD. Helge Meeuw lieferte symbolisch eine Steilvorlage. Meeuw schwamm bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin einen Europarekord, und am ARD-Mikrofon kommentierte Hajo Seppelt live den packenden Auftritt. Es war eine der letzten Aufgaben des zwangsdegradierten Seppelt als Live-Reporter der ARD für das Schwimmen. Und er bewies noch mal, was die ARD nach 14 Jahren verliert: einen Reporter, der Emotionen und Sachkenntnis optimal dosiert, der die packende Atmosphäre eines Ereignisses nicht kaputtschreit. Seppelt konnte auch zu unbekannten Brustschwimmern Geschichten erzählen, damit nachweisen, dass er tief in der Szene steckt und nicht bloß Karteikarten abliest. Jetzt kommt Tom Bartels, der Fußballexperte. Wenn er nicht gleich jedes zweite interessante Duell als, inzwischen ARD-typisch, „verrücktes Rennen“ anpreist, dann hat er einen guten Einstieg.

0 Kommentare

Neuester Kommentar