Medien : Schawinski & Friends

Neuer Sat-1-Chef komplettiert Führungsriege / Doetz bleibt Vorstand

Ulrike Simon

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Sat-1-Geschäftsführer Roger Schawinski mit Urs Rohner, dem scheidenden Vorstandschef von ProSiebenSat 1, seinen Fürsprecher verlieren wird. Doch nach knapp vier Monaten im Amt hat Schawinski nun seine eigene Führungsmannschaft aufgebaut. Drei Stellvertreter hat er künftig: Neben der für den Fictionbereich zuständigen Alicia Remirez und dem für Programmplanung verantwortlichen Volker Szezinski beförderte Schawinski nun Matthias Alberti zu seinem Stellvertreter. Der Darmstädter, früher bei RTL, war bereits vor Schawinski Unterhaltungschef und führte zuletzt unter anderem die Serien „Lenßen & Partner“ und „Niedrig und Kuhnt“ ein, ebenso die Sendungen „Genial daneben“ und „Hitgiganten“, mit Hugo Egon Balder.

Mit der Installation des Schawinski-Teams verlässt ein Mann Sat 1, der von der ersten Sendeminute an dabei war: Jürgen Doetz. Der 59-Jährige kennt alle Höhen und Tiefen des Senders. Als langjähriger Präsident des Verbandes Privater Rundfunk- und Telekommunikation (VPRT) kennt er zudem jede Finesse deutscher Medienpolitik. Künftig wird sich Doetz als Vorstand der Senderfamilie ausschließlich auf die Medienpolitik und Regulierung konzentrieren. Der Umzug vom Lobbyistenstandort Berlin in die Senderzentrale nach Unterföhring trage „der steigenden Bedeutung dieser Themen Rechnung und gewährleistet eine noch effizientere Zusammenarbeit mit anderen zentralen Unternehmensbereichen“, heißt es.

Darüber hinaus hat Schawinski nun die Nachfolge von Jörg Howe geregelt. Um das Frühstücksfernsehen, „blitz“, das neue „Klatsch TV“ und die Reportagereihe „24 Stunden“ kümmert sich von Juli an Nik Niethammer, 42. Zurzeit arbeitet er für die Ringier-Boulevardblätter „Blick“ und „Sonntags-Blick“ und schreibt dort vor allem über Radsport. Schawinski kennt er bestens. Unter ihm arbeitete Niethammer bereits bei TeleZüri und Tele 24.

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