Medien : Schlecht dran, gut drauf

usi

Blut-Schweiß-und-Tränen-Reden erwarteten manche Springer-Führungskräfte auf ihrer Tagung am Mittwoch im Berliner Hotel Interconti. Was sie zum Abschluss der Tagung am Nachmittag hörten, waren jedoch leidenschaftliche Worte des künftigen Vorstandschefs Mathias Döpfner. Sie überzeugten offensichtlich viele Zuhörer. Was sie auch erlebten, waren zwei neue Mitglieder des Vorstands, Steffen Naumann (Finanzen) und Hubertus Meyer-Burckhardt (Buchverlage, Elektronische Medien), die vor dem Mikrofon eine Rotweinflasche entkorkten, um auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter anzustoßen. Trotz der Gewinnwarnung am Vorabend. Trotz der Tatsache, dass Springer erstmals in seiner mehr als 50-jährigen Unternehmensgeschichte in die roten Zahlen rutscht. Und trotz der Tatsache, dass durch die Zusammenlegung von "Berliner Morgenpost" und "Welt" rund 260 Arbeitsplätze wegfallen und bis Ende 2003 jeder zehnte der insgesamt 14 000 Mitarbeiter den Verlag verlassen haben soll.

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