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Schnelles Ende : „Gottschalk Live“ wird am 7. Juni eingestellt

Schlechte Nachrichten für Thomas Gottschalk: Die ARD stellt die Vorabendsendung „Gottschalk Live“ am 7. Juni ein. Kaum mehr als eine Million Zuschauer schalteten zuletzt ein.

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Die Lösung? Thomas Gottschalk (links) und Harald Schmidt könnten als Dauer-Unterhalter auf dem ZDF-„Traumschiff“ anheuern. 2009 haben sie es schon gemacht – und es war so großartig, dass Inka Bause jubelte und trubelte. Foto: ZDF/Dirk BartlingWeitere Bilder anzeigen
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19.04.2012 22:35Die Lösung? Thomas Gottschalk (links) und Harald Schmidt könnten als Dauer-Unterhalter auf dem ZDF-„Traumschiff“ anheuern. 2009...

Nun haben die ARD-Intendanten doch schneller als erwartet entschieden: Am Mittwochnachmittag gaben sie bekannt, die Vorabend-Show „Gottschalk Live“ mit Beginn der Sommerpause zu beenden. Als Grund wird die zu geringe Publikumsresonanz angegeben. Seinen letzten Auftritt als Gastgeber im Humboldt-Carré am Gendarmenmarkt hat Thomas Gottschalk nun am 7. Juni.

Die ARD hatte die Sendung erst Ende Januar ins Programm gehoben, um damit den Vorabend für die Werbekundschaft attraktiver zu gestalten. Die Quote ging jedoch schnell in den Sturzflug über. Statt der angepeilten zehn Prozent lag sie zuletzt nur noch bei knapp über einer Million Zuschauern, was einem Marktanteil von 4,5 Prozent entspricht.

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel dankte Thomas Gottschalk für seine große Begeisterung, seine Kreativität und seine Risikobereitschaft: „Ich finde es schade, dass ,Gottschalk Live‘ beim Publikum nicht den Zuspruch gefunden hat, den wir diesem Format alle gewünscht haben. Es war ein Experiment, auf das sich Thomas Gottschalk mit seiner ganzen Persönlichkeit eingelassen hat. Er ist mit uns gemeinsam das Wagnis für ein neues Sendekonzept für den Vorabend eingegangen. Wir werden nun in aller Ruhe gemeinsam über eine Zusammenarbeit in anderer Form nachdenken.“

Die Einschaltquoten von „Gottschalk Live“ bleiben hinter den Erwartungen zurück

Thomas Gottschalk zeigte Verständnis für den Beschluss der ARD: „Ich nehme diese Entscheidung der Intendanten mit Bedauern zur Kenntnis, habe aber volles Verständnis dafür. Es war uns von Anfang an klar, dass wir mit diesem Format ein Experiment gewagt haben und ich war mir des Risikos zu jeder Zeit bewusst“, sagte der 61-Jährige, der im vergangenen Jahr die Moderation der ZDF-Samstagabendshow „Wetten, dass..?“ abgegeben hatte. „Über das Schicksal eines Fernsehmoderators entscheidet das Publikum, und ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es mir nicht gelungen ist, an diesem Programmplatz genügend Zuschauer zu begeistern. Trotzdem hat mir diese Erfahrung großen Spaß gemacht, und ich danke der ARD, dass sie mir die Chance dazu gegeben hat“, sagte Gottschalk weiter.

Die ARD zieht damit einen Schlussstrich unter mehrere Versuche, „Gottschalk Live“ aus dem Quotenkeller zu holen. Zuerst sollte Markus Peichl als Redaktionsleiter der Sendung neue Impulse geben. Im nächsten Schritt wurde das Studio umgebaut. Wo anfangs die Redaktion residierte, konnte nun das Studio-Publikum Platz nehmen. Der letzte Schachzug bestand darin, die Sendung bereits am Nachmittag aufzuzeichnen, um für Gottschalk eine „entspanntere Situation“ zu schaffen. Am Ende haben sich die Intendanten nun jedoch dem Druck der Quote gebeugt.

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