Medien : Schwäbisches Modell

Zeitungsverlag führt flexibles Vergütungsmodell ein

-

Der Schwäbische Verlag („Schwäbische Zeitung“) will Sonderzahlungen wie Urlaubs und Weihnachtsgeld an den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens koppeln. So könne es bei einem schlechten Jahresergebnis zu einer Kürzung oder Streichung kommen. In erfolgreichen Jahren sollen die Mitarbeiter durch Zusatzleistungen in Höhe von bis zu drei Monatsgehältern am Ertrag beteiligt werden. Geschäftsführer Udo Kolb begründet die Maßnahme mit der wirtschaftlichen Situation. Bisher habe es keine betriebsbedingte Kündigungen gegeben, weil Sparpotenziale frühzeitig genutzt worden seien. „Aber jetzt sind diese Potenziale weitgehend ausgeschöpft, und eine kurzfristige Besserung der wirtschaftlichen Lage ist nicht in Sicht“, sagte Kolb. Deshalb müsse das Medienhaus zusätzlichen finanziellen Spielraum schaffen, um einen Personalabbau zu vermeiden und die wirtschaftliche und publizistische Unabhängigkeit zu sichern. Für das neue Vergütungsmodell hat der Verlag zwei neue Gesellschaften gegründet. Redaktion, Anzeigenverkauf und Marketing/Vertrieb gehen in die Schwäbische Zeitung GmbH & Co. KG über. Die Dienstleistungsbereiche Finanz- und Rechnungswesen, Einkauf und Personalwesen werden in der Gesellschaft SV Kaufmännischer Service GmbH & Co. KG geführt. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben