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Schwarzer Bildschirm bei Champions League : Shitstorm über Sky Go

Während des FC-Bayern-Triumphes in Rom stieg der Frust der Nutzer des mobilen TV-Angebots Sky Go. Erst wurde das Bild immer pixeliger, dann wurde der Bildschirm schwarz. Mangelnde Serverkapazitäten sollen die Ursache sein.

Joachim Huber
Flachware: Sky Go legt sich während der Champions-League-Übertragung schlafen.
Flachware: Sky Go legt sich während der Champions-League-Übertragung schlafen.Foto: dpa

Der AS Rom musste eine Torflut über sich ergehen lassen, der Pay-TV-Sender Sky go einen Shitstorm. Während die Römer ein Tor nach dem anderen bei der Champions-League-Niederlage gegen FC Bayern München kassierten, mussten sich die Nutzer des mobilen TV-Angebots Sky Go mehr und mehr ärgern. Wurde schon in der ersten Halbzeit das Bild immer pixeliger, war es in der zweiten Häfte ganz verschwunden. Wie Sky via Twitter bestätigte, kam es während der Partie zu erheblichen Problemen. Laut Bezahlsender bestand eine Störung, die so schnell wie möglich behoben werden sollte. Allerdings waren erst zum Abpfiff die Sky-Go-Server wieder erreichbar. Der Pay-TV-Sender musste einen Shitstorm über sich ergehen lassen. Experten führten das Problem auf mangelnde Server-Kapazitäten zurück. Auf Twitter machten sich Sky-Go-Zuschauer noch während des Spiels ihrem Ärger Luft: "Sky Go, es nervt. Teuer - und dann kein Fußball". Andere schalteten, soweit möglich, um: "Soweit bringt einen Sky Go. Da muss man die CL schon im niederländischen TV gucken, weil Sky Go down ist".

Es habe Serverprobleme gegeben, sagte ein Sky-Sprecher am Mittwoch, machte aber keine genaueren Angaben zur Ursache. Eine Überlastung sei nicht der Grund für die Panne gewesen. Auch wie viele Fans vom Ausfall der App betroffen waren, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Mit Sky Go können Fans normalerweise das Programm zum Beispiel auf Smartphones oder Tablet-PCs verfolgen. Der Sky-Sprecher äußerte Verständnis für die wütenden Reaktionen: „Es ist zwar ein kostenloser Zusatzservice, für den die Abonnenten kein Geld bezahlen, aber natürlich kann ich verstehen, wenn sich Kunden da ärgern.“ Auf eine Entschädigung können sich enttäuschte Zuschauer keine Hoffnung machen. Sky Go sei in den monatlichen Programmgebühren gratis enthalten, hieß es auf dem Twitter-Account von Sky Deutschland. „Deswegen ist eine Gewährung einer Gutschrift nicht möglich.“

Peinlich ist das für den Pay-TV-Sender schon, weil die Panne eben nicht zum ersten Mal aufgetreten ist. Auch bei der Entscheidung in der Fußball-Bundesliga Ende März dieses Jahres ging Sky Go in die Knie. Der Sender entschuldigte sich, Entschädigungen für die Kunden gab es auch damals nicht. Begründung des Senders: Es ließe sich nicht zweifelsfrei feststellen, wer betroffen war und wer nicht.

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