Medien : Schweizer richten über Österreichs „Krone“ WAZ will Dichand loswerden

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Der Medienkonzern WAZ will den Hauptgeschäftsführer der österreichischen „Kronenzeitung“, den HälfteEigentümer Hans Dichand, absetzen lassen. Dazu werde ein Schweizer Schiedsgericht angerufen werden, teilte das Verlagshaus am Donnerstag mit. „Die WAZ hat sich monatelang bemüht, von Herrn Dichand Antworten zu wesentlichen Fragen des Unternehmens zu erhalten und ihn zum Tätigwerden in dringenden Angelegenheiten zu bewegen“, begründete der Verlag seinen Schritt. Der 82-jährige Blattgründer habe jedoch „sämtliche Aufforderungen unbeachtet gelassen“. Am Mittwochabend habe er dann „eine völlig unzureichende, ausweichende Stellungnahme übermittelt, die zum Teil den Tatsachen widerspricht“, sagte ein WAZ-Sprecher. „Es ist im Interesse des Unternehmens nicht möglich, diesen Zustand hinzunehmen.“ In den letzten Monaten war es wiederholt zum offenen Schlagabtausch zwischen den beiden „Krone“-Besitzern gekommen. Zuletzt hatte der Dichand- Sohn Michael die WAZ beschuldigt, in Südosteuropa mit der „Balkan-Mafia“ zusammenzuarbeiten. Die Essener hatten Christoph Dichand journalistische Unfähigkeit vorgeworfen und behauptet, er werbe mit der „Krone“ für seine Privatfirmen.dpa

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