Scientology : Top Secret: ARD-Film zu Scientology

Unter strenger Geheimhaltung hat die ARD hat einen Film über Scientology gedreht. Deren Anhänger wehren sich.

Die ARD bezieht mit ihrem Spielfilm „Bis nichts mehr bleibt“ eine eindeutige Position gegen die Scientology Organisation. Ziel sei deutlich zu machen, wie Scientology Menschen manipuliere, umerziehe und ausbeute. „Wir haben es hier nicht mit Religion zu tun, sondern mit einer Organisation, die ganz andere Motive hat: Scientology geht es vor allem um Macht, Geschäft und Ausbau des Netzwerkes“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres am Dienstag bei der Vorstellung des Dramas in Hamburg. Der Film, der am 31. März im Ersten gezeigt wird, orientiert sich an wahren Begebenheiten sowie Berichten von Scientology-Aussteigern und war unter strenger Geheimhaltung gedreht worden.

Scientology kritisierte in einem Flugblatt, das vor der Pressevorführung des Films verteilt wurde, der Streifen solle „eine Stimmung der Intoleranz und Diskriminierung gegen eine Religionsgemeinschaft“ schüren. Herres entgegnete: „Die Lehre von Scientology ist pure Science-Fiction, keine Religion, keine Kirche, keine Sekte.

Der Film wurde vom Südwestrundfunk (SWR) zusammen mit dem Norddeutschen Rundfunk (NDR), der ARD-Tochter Degeto sowie der Produktionsfirma Teamworx produziert. Der verantwortliche Fernsehspielchef des SWR, Carl Bergengruen, sagte, er habe sich bewusst für einen Fernsehfilm über die brisante Thematik entschieden: „Ein Film bringt Zuschauer an das Thema heran, die nie ein Buch darüber lesen oder eine Dokumentation ansehen würden.“ Zudem widmet sich die ARD direkt im Anschluss an den Film in einer „Hart, aber fair“-Sendung dem Thema.

In dem Streifen spielen Felix Klare und Silke Bodenbender ein junges Elternpaar, das in die Organisation eintritt. Als die junge Frau immer tiefer in deren Strukturen verstrickt wird, steigt ihr Mann aus. Damit verliert er aber den Kontakt zu seiner kleinen Tochter, die ebenfalls in der Scientology-Ideologie unterrichtet wird. In weiteren Rollen sind Kai Wiesinger, Nina Kunzendorf, Robert Atzorn und Suzanne von Borsody zu sehen. dpa/Tsp

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