Medien : Sechs Menschen für Maischberger

Böhme & Co. moderieren in der Babypause

Joachim Huber

Am 19. Dezember wird Sandra Maischberger zum letzten Mal ihre Talkshow „Menschen bei Maischberger“ in der ARD moderieren. Zum letzten Mal vor Weihnachten, zum letzten Mal vor der Geburt ihres Kindes. Maischberger ist im Endstadium ihrer Schwangerschaft. Acht Wochen will sie die Moderation von „Maischberger“ ruhen lassen, heißt es aus ARD-Kreisen. Zugleich soll die Sendung weiterlaufen. Maischberger hat sich mit dem verantwortlichen WDR und der ARD-Programmdirektion auf folgende „Abwesenheitslösung“ verständigt. Von den – voraussichtlich – acht Ausgaben ohne Sandra Maischberger wird eine Sendung über eine Wiederholung bestritten, eine zweite wird vorneweg aufgezeichnet.

Bleiben sechs Ausgaben „Maischberger“. Für jede dieser sechs Sendungen wird eine andere Moderatorin, wird ein anderer Moderator engagiert. Nach Lage der Dinge stehen vier „Ersatzkräfte“ fest: Ulrich Wickert, ehemaliger „Tagesthemen“-Anchorman und Moderator von „Wickerts Büchern“; dann Erich Böhme, früherer Moderator vom „Talk im Turm“ bei Sat 1 und dort über einige Zeit in Doppelmoderation mit Maischberger verbunden; Frank Elstner, der im Südwest-Fernsehen seine „Menschen der Woche“ präsentiert; als einzige Frau bislang wird Alice Schwarzer genannt, die „Emma“-Herausgeberin, auch schon als Talkshowmoderatorin („Zeil um Zehn“ im Hessischen Fernsehen) erprobt. Manche wollen auch schon den Namen von Gabi Bauer, derzeit im ARD-Nachtmagazin beschäftigt, gehört haben.

Warum dieses Massen-Casting statt einer Ersatzkraft über acht Wochen? Die Annahme darf gelten, dass die ARD, insbesondere aber Sandra Maischberger, vermeiden will, dass das Publikum sich an die Zwischenlösung gewöhnt und die Rückkehr der Stammkraft nicht herbeisehnt. Dafür spricht die Auswahl von Böhme bis Wickert: Menschen in der Abendsonne ihrer Fernsehkarrieren.

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