Sender-Aus : Steinmeier: Aus von Radio Paradiso wäre Verlust für die Medienvielfalt

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg will die Lizenz des christlichen Senders nicht verlängern. Mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag hat sich nun ein weiterer Spitzenpolitiker gegen die drohende Abschaltung ausgesprochen.

von

Mit Frank-Walter Steinmeier, dem Fraktionsvorsitzendem der SPD im Deutschen Bundestag, hat sich ein weiterer Spitzenpolitiker für die Erhaltung des christlichen Senders Radio Paradiso ausgesprochen. „Meine Familie und ich hören gerne Radio Paradiso und freue mich, dass es in Berlin und Brandenburg einen christlichen Sender gibt. Die Abschaltung wäre ein echter Verlust für die Vielfalt der Medienlandschaft in unserer Region. Ich bitte alle Verantwortlichen, einen Weg zu finden, dass Radio Paradiso erhalten werden kann“, sagte der SPD-Politiker am Freitag. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) hatte angekündigt, die im November auslaufende Lizenz von Radio Paradiso nicht zu verlängern. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass der Wortanteil von Radio Paradiso bei einer Erhebung von 2008 von zuvor drei Stunden auf eine Stunde gesunken war, was zum Verlust des christlichen Senderprofils führe. Der Direktor der Medienanstalt Hans Hege sieht zudem wenig Chancen, das sich daran etwas durch eine Lizenzverlängerung ändern könne. In einer weiteren Studie aus 2009 über das Radioprofil in Brandenburg wurde Radio Paradiso ein wieder erheblich höherer Wortanteil attestiert. Gegen das drohende Aus von Radio Paradiso hatte bereits neben dem Berliner Landesbischof Markus Dröge auch der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel protestiert. Es wäre „ein schlechtes Signal, einem christlich orientierten Sender keine Platz mehr zu geben“, hatte Kauder geschrieben. Die Frequenz von Radio Paradiso soll nach dem Willen der MABB an den Sender Oldiestar gehen – der nach einer Erhebung über die Brandenburger Radiosender einen erheblich höheren Wortanteil als Radio Paradiso aufweist. Kurt Sagatz

Autor

5 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben