Medien : Senderfusion: Stolpe hält SFB/ORB-Zusammenschluss bis 2004 möglich

rik

Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hält es für denkbar, die beiden Länderanstalten ORB und SFB bis 2004 zusammenzuschließen. Dabei sei eine Fusion von Berlin und Brandenburg keine Voraussetzung; im Gegenteil könnte vielmehr eine Senderfusion auch die Meinungsbildung zur Länderfusion fördern. In der jüngsten Augabe der Zeitschrift "promedia" sagte Stolpe: "Daher sind die Überlegungen für eine Zusammenführung von SFB und ORB primär daran auszurichten, was für die Entwicklung des Rundfunks in der Region Berlin-Brandenburg notwendig und sinnvoll ist". Als möglichen Orientierungspunkt für eine Fusion nannte Stolpe die im Januar 2005 beginnende Gebürenperiode. Hierfür müsse rechtzeitig der Finanzbedarf für angemeldet werden. Stolpe erhofft sich von der neuen Anstalt vor allem Kostensenkungen und ein stärkeres Gewicht innerhalb der ARD. Im gleichen Heft plädiert ORB-Intendant Hansjürgen Rosenbauer dafür, die beiden Fernsehprogramme so lang wie möglich seperat zu erhalten, um die Akzeptanz beider Sender nicht aufs Spiel zu setzen.

Auf Anstalts- wie Regierungsebene werden derzeit intensive Gespräche über eine Fusion geführt. Die Chefs der Senats- und der Staatskanzlei sollen einen Fahrplan erarbeiten. Am morgigen Donnerstag wird es dazu ein Treffen mit den beiden Intendanten geben. Der SFB-Rundfunkrat tritt am kommenden Dienstag auf der Internationalen Funkausstellung zu einer Sondersitzung zusammen, der ORB-Rundfunkrat trifft sich eine Woche später.

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