Medien : Sicher surfen

Fast jeder nutzt den Internet Explorer von Microsoft. Was man über das Programm wissen muss

Kurt Sagatz

Schon wieder macht eine neue Version des MyDoom-Wurms das Internet unsicher. Viele Computernutzer trauen sich kaum noch, mit ihrem PC ins Internet zu gehen. Und immer wieder sind es vor allem die Computer mit dem Windows-Betriebssystem, die von den Angriffen betroffen sind. Selbst Virenscanner und Firewall bieten keinen Rundum-Schutz. Denn zumindest genauso wichtig ist die richtige Einstellung des Internet- Browsers, also jenes Programms, das die Seiten des Internets auf den Bildschirm bringt. Nach wie vor am weitesten verbreitet ist der Internet Explorer. Und obwohl Microsoft ständig bemüht ist, die immer wieder aufkommenden Sicherheitslücken zu stopfen, so können Sie als Nutzer selbst eine Menge dazu beitragen, die Sicherheit ihres Computers zu verbessern. Die besten Tipps haben wir zusammengefasst.

WOHER KOMMEN DIE GEFAHREN?

Dass der Internet Explorer, wie übrigens fast alle Konkurrenzprodukte auch, im Auslieferungszustand nicht gegen alle Angriffe geschützt ist, hat einen nachvollziehbaren Grund: Viele der multimedialen Eigenschaften von Internet-Seiten erfordern bestimmte Browserzusätze. Doch genau diese Bestandteile ermöglichen es Angreifern, in Ihren PC einzudringen. Aber um welche Gefahren handelt es sich? Und wie kann man sich davor schützen?

WAS MACHT JAVA GEFÄHRLICH?

Java ist eine universelle Programmiersprache, die sich besonders für Internetanwendungen eignet. Mit Java können Internetseiten mit Spezialeffekten wie 3-D- Modellen ausgestattet werden. Der Nachteil: Sicherheitslücken in Java erlauben es einem arglistigen Dritten, Sitzungsinformationen aufzuzeichnen. Unter Umständen erhält er so auch Zugriff auf Benutzernamen, Passwörter oder Kreditkartennummern. Darum: Java deaktivieren!

WAS STEHT HINTER JAVASCRIPT?

JavaScript eignet sich besonders zur Überprüfung von Formulareingaben. Man kann Berechnungen durchführen, Laufschriften anzeigen und einige technische Daten über den jeweiligen Computer ermitteln. Implementierungsfehler sind auch hier nicht ausgeschlossen. Es drohen die gleichen Sicherheitslücken wie bei Java. Fazit: Besser deaktivieren!

WAS IST ACTIVE X?

ActiveX ist in fast alle Microsoft-Programme integriert. ActiveX sorgt dafür, dass Windows-Anwendungen mit dem Internet zusammenarbeiten. Allerdings fehlen nach Angaben des BSI richtige Sicherheitsrichtlinien. Läuft das ActiveX- Programm erst einmal, dann ist sein Funktionsumfang in keiner Weise eingeschränkt oder kontrollierbar. „Es ist demnach ein Leichtes, private oder sicherheitsrelevante Daten auszulesen, zu löschen, zu manipulieren, den Rechner umzukonfigurieren, einen Virus oder ein Trojanisches Pferd zu installieren“, sagt das Amt und empfiehlt: Deaktivieren!

WIE GEFÄHRLICH SIND COOKIES?

Cookies – zu deutsche Kekse – sind das Gedächtnis des Internets. Mit ihnen erkennt Sie ein Web-Server bei ihrem nächsten Besuch. Das erleichtert die Anmeldung und das Ausfüllen eines Online-Bestellzettels. Sie stellen kein direktes Sicherheitsrisiko dar. Allerdings können mit Cookies Nutzerprofile erstellt werden, warnt das BSI und rät: Automatische Cookie-Annahme verweigern.

UP-TO-DATE MIT DEM BSI-NEWSLETTER

Am besten geschützt sind Sie, wenn Sie über die aktuellen Bedrohungen im Internet automatisch informiert werden, beispielsweise durch den BSI-Newsletter. Über die Homepage kann man sich sogar viele wichtige Sicherheitstools für seinen Rechner kostenlos herunterladen.

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