Silicon Valley in Europa : Festival der Digitalszene

Next Conference und Re:publica rücken 2012 auf der Berlin Web Week näher zusammen.

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Die Bloggerkonferenz Re:publica zieht es an einen neuen Standort. Foto: pa/dpa
Die Bloggerkonferenz Re:publica zieht es an einen neuen Standort. Foto: pa/dpaFoto: picture-alliance/ dpa

Früher befand sich auf dem Gelände des ehemaligen Dresdner Bahnhofs hinter dem Gleisdreieck Berlins ein Verteilzentrum für Post und Lebensmittel. In den letzten Jahren ist hier mit der Fashion Week eine Art Verteilzentrum für Mode entstanden. „Und mit der Berlin Web Week kann der Standort zum Verteilzentrum für Daten werden“, sagt Norbert Tillmann, Geschäftsführer von Station Berlin. Unter dem Dach der Web Week werden 2012 zwei Veranstaltungen aus der digitalen Welt zeitlich und räumlich näher zusammenrücken. Anfang Mai finden nun in Berlin die Blogger-Konferenz Re:publica und die Digitalkonferenz Next direkt hintereinander auf dem Gelände der Station Berlin mit den denkmalgeschützten Gründerzeitbauten statt.

Die Berlin Web Week wird 2012 zum fünften Mal veranstaltet. René Gurka, Geschäftsführer von Berlin Partner, koordiniert die Veranstaltungen, die zwischen dem 2. und 9. Mai stattfinden, und kümmert sich auch im Ausland um das Marketing. Vergleichbar mit der Fashion Week und der Modebranche soll die Web Week Berlin zum Zentrum der digitalen Szene machen, sagte Gurka. Unterstützt und gefördert wird die Web Week vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Durch die Bündelung von Next und Re:publica soll Berlin für acht Tage zum Mittelpunkt der digitalen Welt werden, hofft Elmar Giglinger und spricht bereits von Berlin als europäischem Silicon Valley: „Unterm Strich profitiert davon auch der Standort Berlin“, hofft der Chef des Medienboards. Gurka betonte, dass die Web Week auch anderen Veranstaltungen offensteht.

„Keine Stadt in Europa ist internationaler als Berlin“, schwärmt Matthias Schrader für den Standort. Der Chef der Hamburger Agentur SinnerSchrader hatte die Next Conference im vergangenen Jahr von der Elbe nach Berlin verlegt. Zusammen mit Re:publica und Next könne die Berlin Web Week zum größten Festival der digitalen Szene in Europa werden, meint Schrader. Für die nächste Next (8./ 9. Mai) rechnet er mit mindestens 6000 bis 7000 Besuchern.

Für die Bloggerkonferenz Re:publica (2. bis 4. Mai 2012) ergeben sich in der neuen Konstellation ganz andere Chancen. Am alten Veranstaltungsort in der Kalkscheune und im Friedrichstadtpalast war es mit 3000 Zuschauern zu eng geworden. Bereits lange vor Konferenzbeginn sei die Veranstaltung ausverkauft gewesen, sagte Re:publica-Geschäftsführer Clemens Lerche. Für 2012 kündigte er eine Partnerschaft mit der Daimler AG Business Innovation an. Einen Aufschrei aus der Bloggerszene erwartet er nicht, vielmehr erlaube diese Kooperation niedrigere Eintrittspreise. Kurt Sagatz

www.berlinwebweek.de

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