Medien : Sommermärchen mit Länderspielkulisse

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Kein Fußballspiel im Fernsehen, dennoch hatte die ARD am Mittwochabend eine länderspielreife Kulisse vorzuweisen: 10,46 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 31,0 Prozent) erlebten noch einmal ab 20 Uhr 15 die WM-Euphorie mit Sönke Wortmanns Dokumentarfilm „Deutschland. Ein Sommermärchen“. Die anschließende 15 Minuten lange Sendung „Nachspielzeit. Die Stimmen zum Spiel“ sahen 8,28 Millionen Zuschauer. Im Kino feierte der Fußballfilm am 5. Oktober seine Premiere. Seither haben knapp vier Millionen Deutsche mit den Fußballern mitgefiebert.

Insgesamt stand die Produktion drei Wochen auf Platz eins der Kino-Charts. Um die frühe Ausstrahlung im Fernsehen hatte es eine Auseinandersetzung zwischen der ARD und dem Hauptverband der deutschen Filmtheater (HDF) gegeben. Der HDF kritisierte, dass viele der kleinen Kinos, die noch keine Kopie erhalten hätten, vom Interesse nicht hätten profitieren können. „Der Film ist von uns aus Rundfunkgebühren finanziert, das heißt, das Risiko lag ganz bei uns“, sagte WDR–Fernsehdirektor Ulrich Deppendorf. „Es war anfangs gar nicht klar, ob er jemals im Kino zu sehen sein würde. Es war aber von Anfang an vertraglich vereinbart, dass wir den Film spätestens ab dem 1. Dezember zeigen dürfen.“ Wortmann hat durch die frühe Ausstrahlung möglicherweise einen Nachteil erlitten. „Deutschland. Ein Sommermärchen“ kann wegen des TV-Termins nicht für den Deutschen Filmpreis 2007 nominiert werden. Es werde keine Ausnahmeregelung geben, teilte die Deutsche Filmakademie am Donnerstag mit. dpa

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