Sparplan : Radio Multikulti fürchtet das Aus

Dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) stehen ereignisreiche Wochen bevor. Der Sender muss sparen, deshalb wird auf der Leitungsebene geprüft, wo gespart werden kann. Der Radiosender Radio Multikulti fürchtet um seine Existenz.

Joachim Huber

Aus RBB-Sicht fehlen dem Sender trotz der angekündigten Gebührenerhöhung zum 1. Januar 2009 für die Periode 2009 bis 2012 rund 54 Millionen Euro im Etat. „Es steht alles auf dem Prüfstand“, sagt Sprecher Ralph Kotsch, in allen Programmbereichen von Fernsehen und Radio. In den nächsten Wochen will die Geschäftsleitung Beschlüsse fassen, wo und wie gekürzt werden muss.

Bei Radio Multikulti, einer der sieben RBB-Wellen, wird gar die Abschaffung des eigenen Programms befürchtet. Es gebe dafür Signale, sagen Mitarbeiter; handfeste Belege haben sie nicht, eine derartige Entscheidung steht nach Lage der Dinge tatsächlich nicht an. Aber die Sorgen, die die Mitarbeiter von Multikulti umtreiben, machen deutlich, dass die anstehende Sparrunde im RBB sich nicht allein in der Verwaltung oder in der Technik auswirken, sondern die Programmleistungen des Senders erfassen wird: Honorare und Aufträge der freien Mitarbeiter, Quantität und Qualität der Sendungen. Kurz: Wie viel Radio Multikulti wird in dem noch drin sein, wo Radio Multikulti draufsteht? Die Mitarbeiter jedenfalls haben eine Aktion zu ihrer und der Welle Unterstützung gestartet.

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