Medien : Spiegel TV: Aust fürchtet Klima der Angst

Die Stimmung ist schlecht. Nachdem bekannt geworden war, dass der Geschäftsführer des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, Mario Frank, die Fernsehtochter Spiegel TV umbauen möchte, gingen die Mitarbeiter auf die Barrikaden und schrieben Frank einen Brief, in dem sie ihren Unmut über die geplanten Veränderungen bekundeten. Stefan Aust, einer der Geschäftsführer von Spiegel TV und Chefredakteur des Printmagazins, äußerte Verständnis für die Proteste. „Eine offene Diskussionskultur war beim ,Spiegel‘ und bei Spiegel TV immer vorhanden. Dazu gehört, dass Mitarbeiter ihre Meinung frei äußern können. Ein Klima der Angst wäre beim ,Spiegel‘ verheerend“, sagte der Spiegel-TV-Gründer dem Tagesspiegel. Zu Umbauplänen der Geschäftsführung, welche die Umwandlung in eine Holding und die Aufteilung in vier GmbHs vorsehen sollen, nahm Aust indirekt Stellung. Er betonte, dass er „in einer Zerschlagung des Unternehmens oder einem Outsourcing bestimmter Unternehmensteile oder von Mitarbeitern keinen Vorteil“ sehen könne. Zu seinem Verhältnis zu Mario Frank sagte er, dass es zwar „unterschiedliche Auffassungen gab und gibt“, im Interesse des „Spiegels“ aber eine gute Zusammenarbeit nötig sei und diese auch praktiziert werde. sil

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