Sport im Fernsehen : Gebe Fußball, nehme Tennis

Dazn und Sport1 beschließen eine Kooperation. Derweil arbeitet der neue Streamingdienstanbieter weiter am Ausbau seines Reporterpools.

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Begehrt: Pierre-Emerick Aubameyang.
Begehrt: Pierre-Emerick Aubameyang.Foto: dpa

Als vor ein paar Wochen bekannt wurde, dass der neue Streamingdienst Dazn jährlich 8 000 Sportevents live und auf Abruf bringen will, darunter die Fußball-Bundesliga, stellte sich die Frage, wie schnell und kompakt das neue Internet-Portal sein Angebot auf die Beine stellt, auch in Konkurrenz zu anderen Sportprogrammanbietern wie Sport1 oder Sky.

Ein Kampf um Aufmerksamkeit, Abonnenten, Reporter, Experten und Quote. Jetzt wird klar, dass es ohne Kooperationen nicht geht. Im Rahmen einer neuen Zusammenarbeit gewähren sich die Constantin Medien-Tochter Sport1 und der neue Sport-Streaminganbieter gegenseitig Übertragungsrechte.

Zu diesen Rechten gehören zahlreiche internationale Fußballligen (Seria A, Ligue 1, Primera Division, Premier League) und Turniere der Women‘s Tennis Association (WTA) für die verschiedenen Sport1-Plattformen, während Dazn Handball, ATP-Tennis und Eishockey-Rechte erhält. „Dank dieser Kooperation mit Dazn werden internationaler Fußball und Tennis im Programmportfolio von Sport1, Sport1+ und Sport1.de weiterhin eine wichtige Stellung einnehmen“, sagt Olaf Schröder, Vorstand Sport der Constantin Medien AG.

Derweil arbeitet Dazn weiter am Ausbau seines Reporterpools. Etablierte wie Marco Hagemann, der am Sonntag das WM-Qualifikationsspiel Norwegen gegen Deutschland auf RTL kommentiert, gehören ebenso dazu wie die Fußball-Experten Benny Lauth oder Moritz Volz.

„Wir führen laufend Gespräche, sowohl mit etablierten Journalisten, als auch mit Newcomern“, sagt ein Dazn-Sprecher. Für die deutsche Bundesliga kooperiert die hinter Dazn stehende englische Perform Group mit Axel Springer. Gezeigt werden Highlight-Clips von Bundesliga und 2. Liga. Von der Saison 2017/18 an gibt es die Clips 40 Minuten nach dem Abpfiff und somit, mit Ausnahme der Sonntagsspiele, vor der „Sportschau“.

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