• Springer-Chef betreibt Schadensbegrenzung Korrektur zu Äußerungen im Verfahren der Holtzbrinck-Gruppe

Medien : Springer-Chef betreibt Schadensbegrenzung Korrektur zu Äußerungen im Verfahren der Holtzbrinck-Gruppe

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Berlin (usi). Noch am Abend nach der Anhörung im Ministererlaubnisverfahren Holtzbrinck/Berliner Zeitung versuchte Springer Chef Mathias Döpfner, Schadensbegrenzung zu betreiben. Der dpa sagte er: „Wenn die Ministererlaubnis nicht erteilt wird, wird der Verlag Axel Springer wie in den vergangenen Jahrzehnten auch in Zukunft an ,Welt’ und ,Morgenpost’ festhalten.“ Döpfner bezog sich auf die Äußerungen von Dieter Stolte, Herausgeber von „Welt“ und „Berliner Morgenpost“, die die „SZ“ am Mittwoch als „klassisches Eigentor“ bezeichnete. „Eine Publikumsgesellschaft kann sich Subventionen in diesem erheblichen Umfang nicht mehr leisten“, hatte Stolte bei der Anhörunggesagt. So begründete er, wieso im Fall einer Ministererlaubnis die „Welt“ eingestellt werden müsste. Damit hatte Döpfner zuvor in einem Schreiben an Clement gedroht. Clement, der nach eigenen Angaben im Urlaub aus der Presse von dem Schreiben erfahren hatte, sagte, er habe den Brief als „ungewöhnlich“ empfunden und spreche ihn aus Gründen der „Hygiene“ an. Die defizitäre „Welt“ müsse eingestellt werden, wiederholte Stolte auf Clements Nachfragen, weil „kein Vorstandsvorsitzender sich eine solche Subventionspolitik zu Lasten der Aktionäre leisten“ könne. Er verwies auf die geplante Börsenplatzierung von Springer-Aktien. Knapp 30 Prozent des früheren Kirch-Pakets, liegen zurzeit bei der Deutschen Bank. Als Reaktion auf Stoltes Begründung stellte Clement fest: „Die Einstellung der ,Welt’ kommt demnach auf alle Fälle“.

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