Springer-Funke-Deal : Kartellamt genehmigt „Morgenpost“-Kauf

Das Kartellamt hat den Kauf von "Berliner Morgenpost", "Hamburger Abendblatt" und mehrerer Frauenzeitschriften des Springer Verlages durch die Funke Mediengruppe genehmigt. Andere Entscheidungen stehen hingegen noch aus.

Sonja Alvarez

Jetzt ging es schneller als erwartet. Am Dienstag hat das Bundeskartellamt den Weg frei gemacht für die Übernahme der Springer-Regionalzeitungen und -Frauenzeitschriften durch die Essener Funke-Mediengruppe. Dazu gehören neben der „Berliner Morgenpost“ und dem „Hamburger Abendblatt“ auch die „Bergedorfer Zeitung“ und die Anzeigenblätter in Berlin und Hamburg sowie die „Bild der Frau“ und „Frau von heute“. Damit ist allerdings erst ein Teil des Springer-Funke-Deals genehmigt.

Auf Empfehlung des Kartellamtes hatte Springer den ursprünglichen Antrag zurückgezogen und die Transaktion in vier Einzelpakete aufgeteilt. Mit den Regionalzeitungen und Frauenzeitschriften ist nun das erste Paket freigegeben worden. „Auf den Zeitungsmärkten in Berlin und Hamburg war die Funke Mediengruppe bisher nicht tätig, so dass der Zusammenschluss dort keine kartellrechtlichen Bedenken aufwirft“, teilte Kartellamtspräsident Andreas Mundt mit. Im Bereich der Frauenzeitschriften könne Funke zwar seine Marktanteile auf dem Leser- und Anzeigenmarkt erhöhen, bleibe dort aber wesentlichem Wettbewerb ausgesetzt.

Noch entschieden werden muss jetzt über die Übernahme der Programmzeitschriften und die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen für Vertrieb und Vermarktung. sal

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