Medien : Springer: Kein Interesse an TV-Gruppe

Der Medienkonzern Axel Springer hat Spekulationen über einen Einstieg beim TV-Konzern ProSiebenSat 1 zurückgewiesen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Axel Springer sich an ProSiebenSat 1 beteiligt, war noch nie so gering wie heute“, hieß es in einer Stellungnahme der Axel Springer AG vom Dienstag. „Wir haben keine Pläne, uns an der Sendergruppe zu beteiligen und führen auch keinerlei Gespräche.“ Das Unternehmen widersprach einem Pressebericht, in dem von einem möglichen Einstieg die Rede ist. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte über Verhandlungen berichtet und den Satz zitiert: „Es gibt durchaus Interesse bei Springer.“ Details würden für die zweite Jahreshälfte erwartet. Geplant sei, dass der Verlag sich mit einem Anteil von 25 Prozent zufriedengebe und die Rolle eines Anker-Aktionärs einnehmen könnte. So bekäme Springer-Chef Mathias Döpfner den ersehnten Zugang zum Fernsehen und müsse nicht den ganzen Konzern kaufen. Der Verlag, unter dessen Dach „Bild“ und „Welt“ erscheinen, wollte den TV-Konzern 2005 kaufen, war aber am Widerstand des Kartellamts und der Politik gescheitert.dpa/Tsp

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