Springer-Verlag : "BamS": Strunz geht, Mayer kommt

Beim Axel Springer Verlag dreht sich das Personalkarussell. Nach sieben Jahren als Chefredakteur verlässt Claus Strunz, "Bild am Sonntag" ("BamS") und steht künftig an der Spitze des "Hamburger Abendblatts", wo er Menso Heyl ablöst.

Heyl (58) war auch sieben Jahre im Amt. Er wird künftig enger mit Mathias Döpfner, dem Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG, zusammenarbeiten. Und zwar als Koordinator für journalistische Fragen und Projekte, ein Job, den Strunz (41) vorher gemacht hat. Bei der „BamS“ hat künftig ein Österreicher das Sagen. „B.Z.“- und „B.Z. am Sonntag“-Chefredakteur Walter Mayer, 49, übernimmt Strunz’ Chefsessel. Peter Huth, 39, folgt Mayer bei der „B.Z.“.

Strunz begnügt sich nicht allein mit dem neuen Job in Hamburg. Er wird auch Sprecher des neuen Chefredakteur-Gremiums, das die Zusammenarbeit der Regional- und Abozeitungen im Springer Verlag koordinieren soll. Seine N-24-Talkshow „Was erlauben Strunz“ setzt er nach Angaben des Senders fort. Sie ist die erfolgreichste Gesprächssendung beim Newssender.

Im Springer-Verlag wurde die Hausrochade unterschiedlich bewertet. Manche sprechen bei Strunz von Abstieg, andere von Umstieg. Beide Blätter, die sonntägliche „BamS“ wie das werktägliche „Abendblatt“, haben mit Auflageproblemen zu kämpfen, das „Abendblatt“ könnte eine „Frischzellenkur“ gebrauchen. Zudem soll Strunz das tägliche Blattmachen reizen. Die eigentliche Überraschung ist der Aufstieg von Mayer an allen Mitgliedern der Chefredaktionen von „Bild“ und „BamS“ vorbei. Was, so fragen Springer-Leute, hat er bei der „B.Z“ erreicht, dass er jetzt „BamS“-Chef wird? sop/jbh

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