Stadtmagazin Tip : Warnstreik in der Redaktion

Die Mitarbeiter und Kollegen von anderen Redaktionen der Unternehmensgruppe legen am Rande der Tarifverhandlungen ihre Arbeit nieder. Ihr Chef Josef Depenbrock steht vor einer heiklen Entscheidung.

BerlinDie 67 Mitarbeiter des Berliner Magazins "tip“ treten heute zwei Stunden lang in einen Warnstreik. Ihre Kollegen von der "Berliner Zeitung“, der Netzeitung und den anderen Unternehmen, die wie der "tip“ zur BV Deutsche Zeitungsholding gehören, werden in einem Solidaritätsstreik mitprotestieren. Dazu wurden sie vom Deutschen Journalisten-Verband Berlin, dem Verein Berliner Journalisten und der Gewerkschaft Verdi aufgefordert.

Die Geschäftsführung des "tip“ habe bisher nicht auf die Aufforderung reagiert, Tarifverhandlungen aufzunehmen. Die Gewerkschaften fordern, dass beim "tip“ betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und die für die Zeitschriftenbranche geltenden Tarifverträge übernommen werden und ein Redaktionsstatut abgeschlossen wird.

Heute tagen die Gesellschafterversammlungen der Unternehmen der BV Deutsche Zeitungsholding, um über den von Geschäftsführer Josef Depenbrock geplanten Stellenabbau zu beraten. 150 von 930 Stellen sollen deutschlandweit gestrichen werden. Auch bei der zur Holding gehörenden "Hamburger Morgenpost“, deren Mitarbeiter heute ebenfalls gegen den Personalabbau protestieren. Die Holding ist Teil der Mecom-Gruppe des britischen Finanzinvestors David Montgomery. (TSP/sop)

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