Startpreis: 2,3 Millionen Euro : Schindlers Liste bei Ebay

Ein angeblich originales Exemplar von Schindlers Liste steht bei Ebay zum Verkauf. Der Startpreis für das 14-seitiges Dokument mit Namen von 801 männlichen Juden, denen Schindler im Zweiten Weltkrieg das Leben rettete, beträgt drei Millionen Dollar.

Schindlers Liste: Der umfangreiche schriftliche Nachlass mit Dokumenten und Fotos des Fabrikanten Oskar Schindler, der in der Nazi-Zeit mehr als 1000 Juden vor dem Tod im KZ rettete, liegt am 16.10.1999 ausgebreitet auf einem Tisch in den Redaktionsräumen der Stuttgarter Zeitung in Stuttgart.
Schindlers Liste: Der umfangreiche schriftliche Nachlass mit Dokumenten und Fotos des Fabrikanten Oskar Schindler, der in der...Foto: dpa

Im Internetauktionshaus Ebay steht ein angeblich originales Exemplar der berühmten Liste des deutschen Industriellen Oskar Schindler zum Verkauf. Die Liste mit Namen von 801 männlichen Juden, denen Schindler im Zweiten Weltkrieg das Leben rettete, wurde mit einem Startpreis in Höhe von drei Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro) auf die Plattform gestellt, wie der auf den Handel mit historischen Dokumenten spezialisierte Anbieter Gary Zimet am Freitag (Ortszeit) in Los Angeles mitteilte.

Zimet betreibt die Sammler-Website MomentsInTime.com.

Die 14-seitige auf Schreibmaschine geschriebene Liste sei „die einzige“, die jemals auf dem Markt gelandet sei, erklären die Anbieter auf Ebay und stellten ein Echtheitszertifikat zu ihrem Angebot. Demnach verkaufte ein Neffe von Itzhak Stern, der damaligen rechten Hand des Industriellen Schindler, die Liste vor drei Jahren an den derzeitigen Besitzer. Wem die Liste derzeit noch gehört, dazu machte MomentsInTime keine Angaben. Das Angebot endet am 28. Juli um 18.00 Uhr (Ortszeit, 29. Juli 03.00 Uhr MESZ). Bis Samstagmorgen gab es noch kein Gebot auf die Liste.

Von der Liste, die 1993 durch den Film von Hollywood-Regisseur Steven Spielberg einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, soll es noch weitere erhaltene Exemplare geben. Sie befinden sich im Bundesarchiv in Koblenz, im US Holocaust Museum in Washington sowie in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem.

Schindlers Liste trägt das Datum des 18. April 1945. Der Fabrikbesitzer rettete damals über tausend Juden vor dem sicheren Tod, indem er sie über eine Namensliste als Arbeiter anforderte. (AFP, dpa)

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