Medien : Struve und Boßdorf: Verträge ohne Unterschrift

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Die Kanzlerin Angela Merkel war da, der SPD-Chef Kurt Beck auch. ARD-Programmdirekor Günter Struve sollte beide beim sehr gut besuchten „ARD-Hauptstadttreff“ am Donnerstag als einer der Gastgeber begrüßen. Struve fehlte, „wegen Krankheit“, wie ARD-Mitarbeiter versicherten. Struves Vertrag als ARD-Programmdirektor wurde gerade bis Oktober 2008 verlängert. Spekulationen, er würde wegen der umstrittenen ARD-Verträge mit Jan Ullrich seinen eigenen Vertrag nicht erfüllen, wurde heftig widersprochen: „Struve bleibt“, sagte der Fernsehchef einer ARD-Anstalt. Auch der Vertrag mit Hagen Boßdorf als ARD-Sportkoordinator wurde verlängert. Er habe noch nicht unterschrieben, sei gerade in Verhandlungen über die Ausgestaltung, hieß es aus ARD-Kreisen. Beraten wird Boßdorf dabei von Anwalt Peter Michael Distel. Offenbar steht der Journalist vor der Frage, ob er in seinem Vertrag die Klausel akzeptiert, wonach der Vertrag hinfällig wird, wenn es in dem laufenden Ermittlungsverfahren wegen falscher Versicherung an Eides statt zu einer rechtskräftigen Verurteilung kommt. Dann wäre auch das Rückkehrrecht zum RBB verwirkt. Verzichtet Boßdorf jetzt auf die Sportkoordination, muss der RBB ihn weiterbeschäftigen – oder ihm kündigen.jbh

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