Medien : Studie: Nachbarn teilen sich die Zeitung

Die Deutschen sind nach wie vor gründliche Zeitungsleser. Wie eine Studie der Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) ergab, lesen knapp 70 Prozent mindestens drei Viertel aller Seiten. Zwei Drittel der Befragten halten die Lektüre für unverzichtbar, um sich über das lokale oder regionale Geschehen auf dem Laufenden zu halten. Die tägliche Lesedauer blieb mit durchschnittlich 39 Minuten konstant. Aus Geldmangel teilten sich aber immer mehr Leser die Zeitung mit Nachbarn oder Kollegen. Im Westen geben 22 Prozent der Käufer ein Zeitungsexemplar nach der Lektüre weiter, im Osten Deutschlands sogar 27 Prozent. Vor drei Jahren waren es noch rund zwölf Prozent gewesen.

Nach Angaben der ZMG, die von den Verlegern getragen wird, verbuchten die Zeitungen in den vergangenen drei Jahren durchschnittlich 1,5 Prozent Auflagenrückgang pro Jahr. Die Reichweite dagegen sank im selben Zeitraum im Schnitt nur um 0,5 Prozent. Was den Anzeigenrückgang angeht, unter dem die Presse derzeit leidet, sieht ZMG-Forschungsleiter Hans-Jürgen Hippler Anlass für Optimismus: "Es deutet sich an, dass es im zweiten Quartal 2002 wieder aufwärts geht."

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