Medien : SWMH meldet beim Kartellamt Kauf des Süddeutschen Verlages an

Die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) hat die Übernahme des Süddeutschen Verlags und der dazugehörigen „Süddeutschen Zeitung“ beim Bundeskartellamt angemeldet. „Die Transaktion wurde am 5. Dezember zur Genehmigung bei uns angemeldet“, sagte ein Behördensprecher am Dienstag in Bonn auf Anfrage. Die Anmeldung bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die SWMH den Verlag auch tatsächlich übernehmen wird. Während eines laufenden Verkaufsverfahrens melden Firmen derartige Transaktionen mitunter vorsorglich an, um keine Zeit zu verlieren.

Die Südwestdeutsche Medienholding („Stuttgarter Zeitung“) hatte bereits vor Monaten ihr Interesse an der Mehrheit des Süddeutschen Verlags bekundet, war aber mit den Preisvorstellungen für die Übernahme nicht einverstanden. Nach Medieninformationen will die SWMH nun mehr Geld bieten. „Die SWMH ist voll bereit, ihr Vorkaufsrecht auszuüben“, zitiert die „FAZ“ das Zeitungshaus. Eine Aufstockung der bisher genannten Offerte sei dafür kein Hindernis.

In den vergangenen Monaten hatten auch die Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg („Kölner Stadt-Anzeiger“), Holtzbrinck (Tagesspiegel, „Die Zeit“) und die WAZ-Gruppe sowie Finanzinvestoren Interesse an dem Süddeutschen Verlag angemeldet. Einige Beobachter rechnen noch in diesem Jahr mit einer Entscheidung. dpa/Tsp

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