Medien : „SZ“: Details zum Sparkurs erwartet

Nachdem Deutschlands meistverkaufte überregionale Tageszeitung (Auflage: 440 000 Exemplare) erst am vergangenen Donnerstag für Schlagzeilen in der Branche sorgte, weil Geschäftsführer Karl Ulrich in der Redaktionskonferenz erschien und die Redakteure über geplante Sparmaßnahmen unterrichtete, war für Dienstagnachmittag eine mit Spannung erwartete Betriebsversammlung anberaumt. Gegenstand und Verlauf der Versammlung waren bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt, aber es dürfte um Details des „Kostensenkungsprogrammes“ gehen, die bis jetzt offiziell noch nicht bestätigt wurden. Nach gut informierten Kreisen sollen wegen der Anzeigen-, sprich Zeitungskrise bei der „SZ“ 15 Millionen Euro eingespart werden. Jeweils fünf Millionen sollen auf Redaktion, Verlag sowie Herstellung & Vertrieb fallen. Im Internet kursieren interne Mails, in der „SZ“-Ressortleiter ankündigen, dass „aus Sicht des Verlags betriebsbedingte Kündigungen unausweichlich sind“ – es sei denn, die Redaktion fände einen anderen Weg, um den Personalabbau zu organisieren. „Alle festen Mitarbeiter, die ohnehin über eine andere Lebensplanung nachdenken“, werden gebeten, „einen freiwilligen Abschied“ ins Auge zu fassen, der mit einer „Abfindung“ entgolten werden solle.

Von Chefredakteur Hans Werner Kilz hat es zum Thema Sparkurs bislang geheißen, er sei sich mit der Geschäftsführung einig, „dass die Zeitung in ihrer Qualität keinen Schaden nimmt“.meh

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