Medien : „Tagesthemen“ auf Terminsuche

Die ARD-Nachrichtensendung „Tagesthemen“ soll nach dem Willen von ARD-Programmdirektor Günter Struve wieder zu einer einheitlichen Ausstrahlungszeit zurückkehren. „Der Beginn der ,Tagesthemen‘ muss zumindest an Wochentagen wieder zu einer verlässlichen Zeit stattfinden“, sagte Struve am Donnerstag in Hamburg. Nur bei Ausnahmen wie der Fußballweltmeisterschaft oder anderen wichtigen Ereignissen sollten Abweichungen möglich sein. Das Nachrichtenmagazin der ARD leidet darunter, dass die Sendung nur selten zur angepeilten Zeit von 22 Uhr 15 gezeigt wird. Am Mittwoch wird die Sendung sogar erst nach dem Talk „Hart aber fair“ mit Frank Plasberg um 23 Uhr ausgestrahlt. Das blieb nicht ohne Wirkung auf die Quote. Das „heute-journal“ des ZDF, zumeist um 21 Uhr 45, hat nach Senderangaben inzwischen 900 000 Zuschauer mehr als der ARD-Konkurrent. Struve geht im Herbst in den Ruhestand und wird dann von NDR-Programmdirektor Volker Herres abgelöst. Ein neuer Versuch eines einheitlichen Sendetermins für die „Tagesthemen“ muss von den Intendanten der Landesrundfunkanstalten mehrheitlich beschlossen werden. dpa/Tsp

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