Talkshows : „Maybrit Illner“ gewinnt

Plasberg, Will, Kerner - die meisten TV-Talker zogen in der Saison 2008/09 weniger Zuschauer an. Doch es gab auch Ausnahmen.

Joachim Huber

Als Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstagabend bei „Maybrit Illner“ saß, stand eine Gewinnerin bereits fest: Maybrit Illner und ihre politische Talkshow. Nach einer Auswertung des Mediendienstes meedia.de konnte die ZDF-Talkerin bei den Zuschauern deutlich zulegen. Nach den Zahlen für die sechs Abend-Talks in ARD und ZDF hat „Maybrit Illner“ in der Fernsehsaison 2008/09 gegenüber der Vorsaison 10,5 Prozent an Publikum gewonnen. „Hart aber fair“ verlor 8,5 Prozent, „Beckmann“ 7,7 Prozeent, „Anne Will“ büßte fünf Prozent ein, „Johannes B. Kerner“ 2,5 Prozent. Einzige Gewinnerin neben „Maybrit Illner“ ist „Menschen bei Maischberger“ mit einem Plus von 3,3 Prozent.

Das Auf und das Ab wirkt sich allerdings nicht gravierend auf die Platzierung nach absoluten Zahlen aus. „Anne Will“ bleibt die Nummer 1 mit durchschnittlich 3,82 Millionen Zuschauern, gefolgt von „Hart aber fair“ (2,91 Millionen), „Maybrit Illner“ hält unverändert Rang drei (2,52 Millionen). „Johannes B. Kerner“ rückt auf Position vier vor (1,58 Millionen), ebenso verbessert sich „Maischberger“ (1,58 Millionen) um einen Platz, während „Beckmann“ von vier auf sechs abrutscht (1,55 Millionen).

Wägt man die Plus- und die Minus-Zahlen für alle sechs Sendungen ab, so gilt: Das Format der Talkshow schwächelt ein wenig in der Zuschauergunst.

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