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KAUFEN oder NICHT : Handschuh-Handy

29.11.2012 12:43 Uhrvon
Eine Überlegung Wert. Das Lumia 920. Foto: NokiaBild vergrößern
Eine Überlegung Wert. Das Lumia 920. - Foto: Nokia

Kurt Sagatz hat das Nokia-Smartphone Lumia 920 getestet, das im Winter trotz Handschuh bedienbar ist.

Es gab eine Zeit, da galten Nokia-Handys als das Non-Plus-Ultra unter den Mobiltelefonen. Die Akkulaufzeit meines 6310i übertrifft selbst mit dem mittlerweile acht Jahre alten Stromspeicher alle modernen Handys. Das Nokia Lumia 920 könnte nun zu einem Smartphone werden, von dem ebenfalls noch in Jahren gesprochen wird. Es gibt Trends vor, statt alten Entwicklungen hinterher zu hecheln. Eine der coolsten Funktionen kommt dabei zur kühlen Jahreszeit zum Tragen. Das Touchdisplay des mit Windows Phone 8 betriebenen Smartphones reagiert nicht nur auf direkte Berührungen mit dem Finger, sondern gleichermaßen auf Eingaben mit dem Handschuh.
Die Kontakteinträge und das Nummernfeld sind zudem groß genug, um dann auch noch den gewünschten Gesprächspartner zu erreichen. In die Rubrik „cool, weil praktisch“ gehört auch das „Fatboy“-Ladekissen, mit dem das Lumia kabellos aufgeladen wird. Einziger Haken: Das Ladekissen kostet 80 Euro extra. Ansonsten liegt das Lumia 920 mit einem Preis von 650 Euro (32 Gigabyte Speicher) ziemlich genau in der Mitte zwischen dem Galaxy S3 LTE (565 Euro) und dem iPhone 5 mit gleicher Speichergröße für 790 Euro.

 In Form und Beschaffenheit gleicht das Lumia 920 einem glatt poliertem Kieselstein. Es ist ein echter Handschmeichler. Obwohl kein Leichtgewicht (185 Gramm, ein Punkt Abwertung), möchte man das Handy mit seinem geschwungenen Rückteil und dem harmonisch eingelassenen Display gar nicht mehr aus der Hand legen. In den Farben rot, gelb und weiß - es gibt auch mattschwarz - hat es ein unverwechselbares Äußeres.

 Technisch ist das Lumia 920 absolut konkurrenzfähig. Die hohe Auflösung des Displays kommt Bildern, Videos und Texten gleichermaßen zugute. Der Bildstabilisator der 8,7-Megapixel-Kamera mit Zeiss-Objektiv sorgt für scharfe Fotos und sehenswerte HD-Videos auch bei schwierigen Lichtverhältnissen. Die kleinen Stereolautsprecher geben einen erstaunlich guten Klang ab. Der Zweikern-Prozessor bietet genügend Leistung für jede Aufgabe, Videos und Spiele laufen ruckelfrei. Bei den Verbindungen über WiFi, Bluetooth und LTE ist das Lumia 920 auf der Höhe der Zeit und verfügt auch über die Nahbereichstechnik NFC für die kontaktlose Datenübertragung. Schade nur, dass Nokia auf ein UKW-Radio verzichtet hat. 

 Der Umgang mit Windows Phone 8 erklärt sich weitgehend von selbst. Der Startbildschirm mit den Live-Kacheln lässt sehr einfach individuell einrichten. Die Cloud-Dienste von Microsoft erleichtern das Zusammenspiel zwischen dem Smartphone und dem PC oder einem Windows-8-Tablet. Noch ist der Microsoft Store nicht so gut gefüllt wie bei Apple oder Google, für erstaunlich viele Funktionen sind jedoch bereits Apps vorhanden. Nokia steuert mit seinem Kartendienst und dem Drive-Navi einige nützliche Apps bei. Besonders praktisch  ist der City-Kompass: Das Handy wird dabei wie beim Fotografieren gehalten. Scannt man nun seine Umgebung ab, werden auf dem Bildschirm Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants oder Shops eingeblendet. Mit einem weiteren Fingertipp wird die Route berechnet oder das Telefon aktiviert, um einen Tisch zu reservieren. Nokia hat offenbar doch nicht verlernt, wie man ein Top-Handy entwickelt.

Das Testurteil: Neun von zehn möglichen Punkten.

Schickes Accessoire, unentbehrliches Technik-Gadget oder gar Objekt der Begierde – das iPhone von Apple. Für einige überlebenswichtiges Must-Have, für andere überteuertes Erwachsenenspielzeug: Die neue Generation des Kultprodukts führt den Mythos fort.
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