Seid vernetzt! : Mp3, aber bitte in Hifi-Qualität

Neuste Surround-Anlagen kommen nicht an die gute alte Hifi-Technik ran. Dafür können sie mehr, nein: konnten. Jetzt geht das Beste aus beiden Welten.

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Musik, überall! "Bridge" und "Connect" von der Firma Sonos - wer seine alte Technik weiter nutzen will und Musik trotzdem in guter Qualität übers Netz beamen will, sollte sich diese Lösung ansehen. Beide Geräte kommen ans Netz und können deshalb aus der Ferne von Handy, Tablet oder beliebigen anderen Rechnern gesteuert werden und greifen auf die Musiksammlungen des heimischen Servers (oder eines beliebigen anderen vernetzten Rechner) zu. Gesteuert wird der Streaming-Client über eine solide arbeitende Software.
Musik, überall! "Bridge" und "Connect" von der Firma Sonos - wer seine alte Technik weiter nutzen will und Musik trotzdem in guter...Foto: ralf schönball

Auf meine gute alte Hifi-Anlage habe ich noch nie was kommen lassen. THX, DTS, 5.1, 7.1, 9.1 konnten mich noch nie überzeugen. Nicht mal beim Fernsehen. Deshalb habe ich vor Jahren einen Media-PC gebaut und angeschlossen. Mit je einer guten Karte für TV und Sound. So konnten wir lange vor Einführung der vernetzten Fernseher das ganze Internet durchstöbern und natürlich unsere Filme, Fotos und Mp3-Sammlungen abspielen. Einen Haken hatte die Sache: Wer einfach nur einen Song hören will, möchte nicht wirklich den Rechner starten. Für dieses Problem gibt es eine Lösung: zwei weiße Boxen von Sonos für zusammen knapp 400 Euro.

Günstiger als ein neuer Verstärker

Billig ist das nicht. Vergleicht man diese Summe aber mit den Kosten für den Erwerb eines streamingfähigen Surround-Verstärkers, der in Sachen Qualität und Leistung an unseren Brummer aus Hifi-Tagen heranreicht, relativiert sich die Investition jedoch erheblich: Das Doppelte müsste man dafür auf den Ladentheke blättern. Will ich nicht, zumal der Klang ohne Fehl und Tadel ist - und wer weiß schon, wie die Sound-Tüftler der Hersteller das neue Gerät abgestimmt haben?

Eingestöpselt. Nicht wirklich kompliziert ist die Vernetzung der beiden "Funkverteiler": Das kleine Gerät, die "Bridge" von Sonos, kommt direkt an die Fritzbox (oder anderen Router) und braucht natürlich auch Strom (Kabel rechts). Die etwas größere Box, die "Connect" von Sonos, wird ebenfalls an eine Netzwerkdose angeschlossen und mit den beiden "Chinch-Kabeln" an die Stereoanlage oder einen Aktiv-Lautsprecher.
Eingestöpselt. Nicht wirklich kompliziert ist die Vernetzung der beiden "Funkverteiler": Das kleine Gerät, die "Bridge" von Sonos,...Foto: ralf schönball

Überzeugt aber auch die Lösung von Sonos? Nach meinen Erfahrungen des ersten Test-Tages, sage ich: Ja. Denn die Geräte ließen sich problemlos anschließen, auf Knopfdruck miteinander verbinden und über die Software des Herstellers absturzfrei steuern. Die Musik lag in Form von mp3-Files auf dem Server im Keller des Hauses. Dort wurde auch die "Bridge" an die Fritzbox des Internetproviders angeschlossen.

Die "Connect" kam ins Wohnzimmer, neben den guten alten Verstärker aus den 1990er Jahren. Zwei Chinch-Kabel (rot und weiß) in die Eingangsbuchsen des Verstärkers gesteckt (Line3), Strom drauf und das Netzwerkkabel an den Switch im Wohnzimmer. Anschließend lädt man die Software von Sonos auf das Notebook. Die arbeitet ähnlich wie ein Musik-Player: Zunächst muss der Ordner auf dem Server angegeben werden, den die Software nach Musik-Files durchsuchen soll. Nach dem Scan steht die Musik zur Auswahl bereit: Nach Interpreten, Musikstücken oder Alben sortiert. Fertig.

Ein eigener Soundtrack für jedes Zimmer

Und das ist nur der Anfang. Der Vorteil dieses Systems liegt darin, dass in jedem Raum ein eigenes Musikprogramm erzeugt werden kann. Voraussetzung dafür ist natürlich je eine eigene "Connect" und ein "Abspielgerät". Für das Arbeitszimmer könnten wir die alte Stereoanlage aus dem Speicher wieder beleben. Fürs Schlafzimmer aber auch einfach nur Lautsprecher mit integriertem Verstärker. Solche "Aktivlautsprecher" bietet Sonos selbst auch an. Wer auf Hifi setzt, kann aber auch auf Geräte des schwäbischen Herstellers "Nubert" zurückgreifen. Für diesen Test haben uns beide Hersteller Geräte zur Verfügung gestellt.

Mehr dazu in Kürze, hier - Fortsetzung folgt.

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