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Video : Robo-Rüstungen und gigaschnelles Internet

31.07.2012 14:04 Uhr

Sie entwickeln Roboter-Rüstungen, die übermenschliche Kräfte verleihen, und Internet-Verbindungen mit Bandbreiten von 1.000 Gigabit pro Sekunde – die Ingenieure der Hochschule Sant'Anna arbeiten an Lösungen für die Welt von morgen.

Eine Roboter-Rüstung, die ihren Träger in eine Art Iron Man verwandelt. In diesem so genannten Body Extender hat jeder 20 Mal mehr Kraft als sonst - ein Teil davon ist allerdings auch schon nötig, um die Rüstung zu tragen, sie wiegt 160 Kilo. Entwickelt wurde der abenteuerliche Anzug in der Ingenieursschule Sant'Anna in Pisa für eine Million Euro. Sein Ziel: Leben retten. Marco Fontana, Leiter des Roboterrüstung-Projekts: "So ein Gerät kann zum Beispiel bei Naturkatastrophen eingesetzt werden, etwa bei Erdbeben, wenn Überlebende aus Trümmern geborgen werden müssen. Situationen, bei denen sowohl die Kraft einer Maschine erforderlich ist, als auch menschliche Steuerung und Intelligenz."

So schräg, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist Sant'Anna also gar nicht.

Die Hochschule zählt zu den besten für Roboter- und Informationstechnik. Am anderen Ende des Gebäudes wird blitzschnelles Internet entwickelt, das schnellste der Welt. Das sagenhafte Tempo: mehr als 400 Gigabit pro Sekunde im Feldversuch - und sogar ein Terabit im Labor. Luca Poti, Leiter des Turbo-Internet-Projekts: "Damit können wir in einer einzigen Sekunde 300 oder sogar 600 HD-Filme übertragen."

Dank dieser Erfindung könnten die Preise fürs Internet eines Tages sinken. Denn Sant'Anna ist ein Eintauchen in Projekte, die den Menschen helfen sollen. Dieses virtuelle 3-D-Kino verspricht nicht nur authentische Achterbahn-Gefühle. Es kann auch als Therapie gegen Phobien eingesetzt werden - oder zur Rettung von Kulturschätzen. Franco Tecchia, Ingenieur beim X-Cave-Projekt: "Der große Friedhof von Pisa etwa hatte die meisten Fresken von ganz Europa. Im Zweiten Weltkrieg wurden mehr als 70 Prozent dieser Fresken zerstört. Die Rekonstruktion kann man heute nur noch hier erleben, in 3D."

Auch Tomaten, die das Altern verlangsamen, zählen zu den Projekten - oder Pflanzen, die unter Wasser leben. Die Ideen drohen den High-Tech-Ingenieuren in Pisa wohl nicht so rasch auszugehen. Das Geld schon eher: Wegen der Euro-Krise steht in Italien die nächste Sparrunde an.

Schickes Accessoire, unentbehrliches Technik-Gadget oder gar Objekt der Begierde – das iPhone von Apple. Für einige überlebenswichtiges Must-Have, für andere überteuertes Erwachsenenspielzeug: Die neue Generation des Kultprodukts führt den Mythos fort.
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