Medien : Teile und spare

Ganz ohne Geheimnisse oder komplett abgeschirmt: So wird der Computer gemeinsam genutzt

Kurt Sagatz

Fast jeder Computer hat mehr Leistung, als man benötigt. Er hat auch erheblich mehr Platz als nur für einen Benutzer. Vor allem in Familien bietet es sich an, dass auf dem gemeinsamen Computer jeder ein eigenes Konto bekommt. Mit Windows ist das einfacher als man denkt und es sorgt sogar für mehr Sicherheit. Wir sagen Ihnen, wie man sich einen Computer teilt, ohne sich in die Quere zu kommen.

MEHRERE BENUTZER, EIN KONTO

Im einfachsten Fall teilen sich mehrere Personen den Windows-PC, ohne dass dafür gleich mehrere Benutzerkonten eingerichtet werden müssten. Das ist dann von Vorteil, wenn man keine Geheimnisse voreinander hat und sich die Dokumente ohne Umwege teilen will.

ORDNUNG DURCH ORDNER

Trotz aller Gemeinsamkeit sollte man im Ordner „Eigene Dateien“ Unterordner für jeden Benutzer einrichten, um persönliche Dateien schneller zu finden. Einige Ordner für Musik, Bilder, Videos hat Windows bereits eingerichtet. Weitere Ordner beispielsweise für Textdokumente, Tabellen, aber auch für die Daten von Finanzprogrammen oder ähnlichem sorgen dafür, dass man auch nach vielen Jahren noch die gewünschten Dateien findet.

EIN KONTO, MEHRERE MAIL-ZUGÄNGE

Auch wenn sich mehrere Benutzer ein Windows-Konto teilen, so können sie bei den E-Mail-Zugängen getrennte Wege gehen. Das Windows-Mailprogramm Outlook Express kann mit Hilfe der Benutzerverwaltung so eingerichtet werden, dass mehrere Anwender ihren komplett abgeschirmten Mail-Bereich vorfinden, in dem wiederum mehrere E-Mail-Konten verwaltet werden können. Neben dem Standard-Adressbuch kann jeder Benutzer zudem sein eigenes Mail-Adressbuch pflegen.

MEHRERE BENUTZER, MEHRERE KONTEN

Das erste Konto auf einem Windows-XP-Computer wird direkt nach der Installation eingerichtet. Um neue Konten hinzuzufügen, wird der Punkt „Benutzerkonten“ in der Systemsteuerung aufgesucht. Das neue Konto kann entweder mit vollen Administratorrechten ausgestattet werden oder man richtet es als eingeschränktes Konto ein. Das hat den Vorteil, dass sich dann viele bösartige Programme aus dem Internet gar nicht erst installieren können. Jeder Benutzer hat seinen eigenen Bereich für „Eigene Dateien“, der auf Wunsch sogar gänzlich vor dem Zugriff durch die anderen Benutzer abgeschottet werden kann, der Passwortschutz genügt dafür. Einige Programme wie beispielsweise Word oder Outlook können von den Benutzern nach den individuellen Vorlieben eingerichtet werden. Unabhängig davon ist es immer möglich, dass jeder Benutzer quasi sein eigenes Windows vorfindet, mit eigenem Bildschirmhintergrund, persönlichem Mail-Konto, eigenen Favoriten im Internet Explorer und diversen anderen individuellen Einstellungen.

DIE GEMEINSAMEN DATEIEN

Im Einzelbenutzersystem spielt der Windows-Ordner „Gemeinsame Dateien“ meist keine Rolle. Wird allerdings ein Computer von mehreren Anwendern zugleich benutzt, wird dieser Ordner zum zentralen Speicherplatz und zum wichtigen Übergabeplatz für Dateien aller Art. In den Ordner „Gemeinsame Dateien“ gehören zum Beispiel die gemeinsamen Familienfotos, das gemeinsame Musikarchiv oder die Urlaubsvideos der Familie. Die entsprechenden Unterordner für die einzelnen Dateitypen hat Windows bereits eingerichtet. Auf die „Gemeinsamen Dateien“ haben alle Benutzer einen gleichberechtigten Zugriff, sie können dort also Dateien lesen, schreiben, aber auch löschen. Heikel kann es werden, wenn sich der gemeinsame Computer innerhalb eines Funknetzwerkes, eines Wireless LAN, befindet. Denn anders als die privaten Ordner jedes Benutzers sind die „Gemeinsamen Dateien“ von Windows grundsätzlich für alle Mitglieder des Netzwerkes und somit auch des WLANs freigegeben. Ist das Funknetz nicht ausreichend geschützt können Fremde die Daten einsehen, verändern oder im schlimmsten Fall sogar zerstören. Ein Funknetz sollte darum verschlüsselt werden, am besten nach dem WPA-Standard.

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