"The Statement" : Zum Geburtstag von Norman Jewison

Eine Hommage an den kanadischen Regisseur Norman Jewison erwartet die Zuschauer mit dem Film "The Statement" am Donnerstagabend in der ARD. Kultfilme wie "Cincinnati Kid" und "In der Hitze der Nacht" wurden von Jewison inszeniert.

Norman Jewison
Norman Jewison schenkte Kinofreunden einige Kino-Klassiker. In Kürze wird der kanadische Regisseur 81. -Foto: ddp

HamburgDer kanadische Regisseur Norman Jewison hat so großartige Filme wie "Cincinnati Kid" (1965), "In der Hitze der Nacht" (1967) oder "Mondsüchtig" (1987) gedreht. Seinen bisher letzten, "Am Ende einer Flucht - The Statement", aus dem Jahr 2003 zeigt die ARD an diesem Donnerstag (22.45 Uhr), zwei Tage vor seinem 81. Geburtstag. Darin spielt Michael Caine einen französischen Nazi- Kollaborateur und Kriegsverbrecher, der nach Jahrzehnten von der Vergangenheit eingeholt wird.

Pierre Brossard (Caine) war 1944 an der Ermordung von sieben Juden beteiligt. Nach dem Kriegsende war er zunächst auf der Flucht und fand dann Unterschlupf bei einem katholischen Orden in der Provence. Nun aber ist ihm ein Profikiller auf der Spur, der offenbar aus Israel auf ihn angesetzt worden ist. Brossard ist immer noch schnell mit der Pistole zur Hand und entledigt sich seines Verfolgers mit einigen gezielten Schüssen. Doch nicht nur das Killerkommando ist hinter ihm her.

Eine Richterin fordert ihn heraus

Die Richterin Annemarie Livi (Tilda Swinton) setzt alles daran, Brossard für seine Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei wird sie dadurch behindert, dass in den Polizeibehörden noch zahlreiche Sympathisanten des Vichy-Regimes sitzen, das sich mit den Nazis arrangiert hatte. Während Brossard Hilfe bei Commissaire Vionnet (Frank Finlay) sucht, seinem alten Vichy-Verbindungsmann, setzt Livi auf die Unterstützung des unbestechlichen Gendarmerie-Colonels Roux (Jeremy Northam).

Die Richterin versucht, Brossard ausfindig zu machen, lässt sein Foto in der Zeitung abdrucken und erschwert es so auch katholischen Klöstern, dem Altnazi Zuflucht zu gewähren. Brossard kann sich einige Tage bei seiner Ex-Frau Nicole (Charlotte Rampling) verstecken, die ihn zutiefst verachtet. Aber durch einen Tipp des Geistlichen Le Moyne (William Hutt) kommen Roux und Livi ihm auf die Spur. Mit Hilfe seines alten Kollegen Pochon (Ciarán Hinds) will Brossard schließlich aus Frankreich fliehen. Doch bei einem konspirativen Treffen muss er erkennen, dass seine engsten Verbündeten zugleich seine größten Feinde sind.

Das "Statement" aus dem Titel ist eine schriftliche Aussage über die Taten des Kriegsverbrechers, die seinen gewaltsamen Tod rechtfertigen sollte. Das Blatt Papier sollte neben seiner Leiche gefunden werden, wenn der Killer ihn umgebracht hätte. Jewison verfilmte ein Drehbuch des Oscar-Preisträgers Ronald Harwood ("Der Pianist" nach einem Roman von Brian Moore. (mit dpa)

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