Theodor-Wolff-Preis : Barbara Sichtermann und Bernd Ulrich gewinnen

Sie schrieben über aktuelle Krisen, den Zweiten Weltkrieg oder einen engagierten Kriminalhauptmeister: Sechs Journalisten bekommen den Theodor-Wolff-Preis - und Barbara Sichtermann wird fürs Lebenswerk geehrt

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Journalistin, Schriftstellerin und Fernsehkritikerin - Barbara Sichtermann
Journalistin, Schriftstellerin und Fernsehkritikerin - Barbara SichtermannFoto: privat

Der Theodor-Wolff-Preis wird in diesem Jahr an sechs Journalisten verliehen. Die Auszeichnung für das Lebenswerk geht an Barbara Sichtermann, teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag mit. Jury und Kuratorium würdigten die Journalistin und Schriftstellerin Sichtermann „als eine ebenso geistreiche wie streitbare Autorin, die sich immer wieder für Chancengleichheit von Männern und Frauen“ einsetze. Für den Tagesspiegel arbeitet Barbara Sichtermann als Fernsehkritikerin.

Ausgezeichnet in der Kategorie „Meinung/ Leitartikel/ Kommentar/ Glosse“ wird der Beitrag „Die Welt ist verrückt – und was machen wir?“ von Bernd Ulrich („Die Zeit“). Der Autor analysiere präzise die Vielzahl der Krisen von der Ukraine über Gaza bis zu Syrien und fordere den Westen dazu auf, vermeintliche politische Gewissheiten zu überprüfen, heißt es in der Begründung.

Die Auszeichnungen in der Sparte „Lokaljournalismus“ gewinnen Tobias Großekemper für seinen Artikel „In der Westerfilder Spirale“ („Ruhr Nachrichten“), der „unvoreingenommen die Frage stellt, warum in seiner Stadt Bürger Rechtsradikale wählen“, und Rudi Kübler für seinen Online-Beitrag „Die Nacht der 100 000 Bomben“ („Südwest Presse“). Der Autor rufe mithilfe von Zeitzeugen den 17. Dezember 1944 in Erinnerung, als britische Bomber Ulm in Schutt und Asche legten.

Roland Schulz sowie Konrad Schuller bekommen den Preis in der Kategorie „Reportage/Essay/Analyse“. Schulz („SZ-Magazin“) porträtiert in „Die Polizei, dein Freund und Vater“ einen Kriminalhauptmeister, der zwei Jungen adoptierte, deren Mütter ermordet wurden – von den eigenen Vätern. Konrad Schuller beschreibe in seiner Reportage „Dann nehmen sie Anlauf und werfen“ („Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“) fesselnd Menschen, die in Kiew für ihre Stadt und ihr Land kämpfen.

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