Medien : „Time“ kürt Putin zur „Person des Jahres“ 2007

Das amerikanische Nachrichtenmagazin „Time“ hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur „Person des Jahres“ 2007 gekürt. Die Titelgeschichte der am Mittwoch erschienenen Ausgabe ist überschrieben mit: „A Tsar is born“ (deutsch: „Ein Zar ist geboren“). Putin habe – „erheblich auf Kosten der Prinzipien, die die freie Welt schätzt“ – Russland wieder an den Tisch der Weltmächte zurückgebracht, hieß es. Der Präsident habe durch seine Führung dem Land Stabilität beschert. „Wenn Russland als Nationalstaat in der Familie der Nationen Erfolg hat, dann wird dieser Erfolg zu einem großen Teil einem Mann geschuldet sein – Wladimir Putin“, schreibt das Magazin.

„Wir hoffen, dass diese Auszeichnung einem besseren Verständnis des modernen Russlands dienen wird“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Putin habe Russland tatsächlich zu einem völlig neuen Land gemacht. „Wir verlangen vom Westen und von anderen Ländern, Russland so zu nehmen, wie es ist“, betonte Peskow. In Washington kommentierte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, die Wahl Putins: „Er ist offensichtlich eine sehr faszinierende Figur der modernen Geschichte.“

Das Wochenmagazin vergibt seit 1927 den Titel an die Person, die aus Sicht der Redaktion im abgelaufenen Jahr den größten Einfluss auf die Welt hatte. Vergangenes Jahr wurde der einfache Internet-Nutzer zur „Person des Jahres“ gekürt. Oft gab es auch sehr ummstrittene Entscheidungen des Magazins: Adolf Hitler war 1938 Person des Jahres, Ajatollah Khomeini erhielt den Titel 1979. dpa/Tsp

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