TOPF VOLL Gold : Herzfehler in Monaco

Moritz Tschermak folgt der Schnüffelhundestaffel der Knallpresse nach Monaco

Moritz Tschermak
So viel Schicksal war selten
So viel Schicksal war seltenFoto: Promo

So langsam wär's selbst für die Knallpresse mal an der Zeit, Charlène von Monaco in Frieden zu lassen. Erstes Kind: check. Zweites Kind: check. Thronfolge sichern: doppelcheck. „Sie hat geliefert, worauf Fürst und Vaterland beharrlich lauerten: einen Thronfolger. Genau genommen sogar zwei“, konstatiert dann auch die „Revue heute" über den monegassischen Nachwuchs-Lieferdienst und seine Zwillinge.

Doch das Blatt hat schon wieder Lunte gerochen. Es herrsche „Aufregung in Monaco“, und viel mehr als das. „Möglicherweise spielt sich hinter den dicken Mauern des Palais Princier ein Drama ab, das um jeden Preis geheim gehalten werden soll.“ Ehrensache, dass die Aufklärer der „Revue heute“ ihre Schnüffelhundestaffel nach Monaco schicken, ausgerüstet mit Feldstechern, die selbst die kleinsten emotionalen Regungen wahrnehmen. „Fürst Albert (56) lächelt zufrieden bis erhaben. Aber nicht wirklich glücklich. Und die Gesichtszüge Charlènes wirken gewohnheitsmäßig tiefgekühlt.“

Warum also die „Trauerbittermienen“ trotz Nachwuchsfreuden? „Die wahrscheinlich größte Sorge aller Eltern ist ein Herzfehler ihres Babys." Und die wahrscheinlich blödste Masche aller Regenbogenreporter ist, aus einer angeblichen Sorge eine handfeste Schlagzeile zu drechseln: „Fürstin Charlène – Loch im Herz!“

"Revue heute" findet was, was andere nicht finden

Gemeint ist natürlich nicht das Herz der Fürstin oder das ihres Mannes, sondern die ihrer Zwillinge. Und die „Revue heute“ stochert noch konkreter im Nebel: Das „,Foramen ovale', ein winziges Loch im Herzen, verschließt sich erst nach der Geburt". Verzögere sich dieser Prozess, müssten die Eltern noch länger um die Gesundheit ihrer Babys bangen.

Zwei launige Eltern und eine theoretische Möglichkeit – das reicht der „Revue heute“, um auch den Kindern von Hau-drauf-Charlène schon mal eins mitzugeben: „Ein kranker Thronfolger? Das geziemt sich nicht.“

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