TOPF VOLL Gold : Kinder mal Zufall

Moritz Tschermak rechnet nicht mit vier Zwillingsschaften.

Moritz Tschermak
So viel Glück gibt es nur im Regenbogenland
So viel Glück gibt es nur im RegenbogenlandFoto: Promo

Zufälle gibt's! Wenn es nach der Regenbogenpresse geht, werden nämlich gleich vier europäische Monarchien auf einmal mit Zwillingen beglückt. Die Niederlande zum Beispiel: „Maxima & Willem-Alexander – Zwillinge!“, vermeldet „Das Goldene Blatt“. Die „Neue Welt“ spricht von einer „Sensation in Schweden“: „Kronprinzessin Victoria – Zwillinge!“ Und bei der „Freizeit Revue“ ist gar nicht erst die überraschende Zwillingsschwangerschaft von Herzogin Kate die zentrale Neuigkeit, sondern die damit verbundenen Probleme: „Angst um ihre Zwillinge – Eine Krankheit gefährdet die ungeborenen Babys“. Alles Schlagzeilen aus dieser Woche.

Dazu kommt noch Charlène von Monaco, deren doppeltes Kinderglück für die Regenbogenblätter sowieso schon längst feststeht, nachdem sich ihr Vater bei einem alten Schulfreund so richtig verplappert haben soll.

Und auch bei den anderen drei Adelsdamen ist die Faktenlage eindeutig: Máxima wirke momentan „noch glücklicher“ als sonst, Victoria habe sich jüngst „mit einem auffällig volleren Gesicht und einigen süßen Kilos mehr“ gezeigt und zu Kate „sickerte“ nicht nur allerhand „aus Palastkreisen durch“, sondern: „Auch in den britischen Wettbüros stiegen die Wettquoten auf Rekordhöhe.“

Dass „Wettquoten auf Rekordhöhe“ die Unwahrscheinlichkeit eines Ereignisses widerspiegeln, spielt für die Buchmacher der „Freizeit Revue“ offenbar keine Rolle.

In spätestens neun Monaten sollen also aus jeglichen europäischen Thronfolgerinnen und -inhaberinnen Zwillinge purzeln. Die Häufigkeit von Zwillingsgeburten ist je nach Land sehr unterschiedlich, im weltweiten Durchschnitt soll aber etwa jede 40. Geburt eine Zwillingsgeburt sein.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Máxima, Victoria, Kate und Charlène je zwei Kinder auf einen Streich zur Welt bringen, liegt demnach bei 0,00000039 Prozent. Zufälle gibt's!

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