Medien : Tour de France: Die Fernsehquoten des Sportereignisses

jbh

Wenn deutsche Sportler siegen, siegen sie auch für Fernsehprogramme in Deutschland. Das klappt in der Formel 1 mit den Schumi-Brüdern und für RTL, das funktioniert beim Fußball für jeden Kanal. Bis 1997 war die Tour de France nur ein Nebenbei-Programm. Bei der "Großen Schleife" 1995 übertrug die ARD gerade mal die Schlussetappe. Grafik: TV - Tour de France Dann, 1997, siegte Jan Ullrich, dann stieg die ARD beim Team Telekom als Sponsor ein. Stundenlange Übertragungen wurden Pflicht-Programm: Die ARD nahm die Tour 1998 über 88 Stunden ins Bild - ein nie wieder erreichter Rekord. Das ZDF hängte sich im gleichen Jahr dran und wechselt sich mittlerweile mit dem Ersten in der Berichterstattung ab. Die Übertragungen der spektakulären Bergetappen ziehen mehr Publikum an als die Flachetappen, am Wochenende und bei den Abend-Zusammenfassungen wird stärker eingeschaltet als wochentags am Nachmittag. Mit den gewachsenen Programmflächen haben die Einschaltquoten nicht Schritt gehalten, gewiss spiegelt sich das Dauerthema Doping im Auf und Ab der TV-Tour. Die Mehrheit der Zuschauer will sauberen Sport, große Emotionen, einen deutschen Sieger sehen. Zwischenwertungen, Platzierungen "unter ferner liefen" interessieren wenig. Das Gelbe Trikot zeichnet den Helden aus, nicht das Grüne.

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