Medien : „Trärä Harald, keine Kamellen für mich!“

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Frau Mikich, worüber haben Sie sich in der vergangenen Woche in den Medien am meisten geärgert?

Viel zu wenig von allen Medien zur Kenntnis genommen: Kanzler Schröder hat in Sachen Spekulationssteuer eine hoch interessante Kehrtwende gemacht. Die so genannte Tobin Steuer wäre eine maßvolle Besteuerung von Gewinnen aus Devisengeschäften. Ärgerlich: dass Lesern und Zuschauern die Wirkung einer solchen Abgabe kaum erklärt wurde. Und dass Experten, die über die Machbarkeit aufklären könnten, nicht gefragt wurden. Stattdessen erlebte ich Info-Notstand mit ein paar neoliberalen Mantras drumherum.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

Harald Schmidt die Geißel. Wider den tierischen Lärm. Wider die Karnevalssendungen, die nicht aufhören. Wie unendlich lang er auflistete, was da bis Aschermittwoch die Mattscheiben kolonisiert. Trärä, Harald! Die Fernbedienung kütt! Keine Kamellen für mich!

Sonia Mikich ist

Redaktionsleiterin und Moderatorin des politischen Magazins „Monitor“ vom WDR.

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