TV-Format : Neues Gesicht fürs Frauenmagazin

Susanne Kronzucker moderiert "Mona Lisa".

Männer mögen Fußball, Formel1 – und das Frauenmagazin „ML Mona Lisa“ im ZDF. Jeden Sonntag um 18 Uhr sehen die Sendung im Schnitt zwei Millionen Zuschauer, fast die Hälfte davon sind Männer. Fehlt eigentlich nur ein männlicher Moderator. So weit ist es noch nicht.

Aber Susanne Kronzucker, die heute zum ersten Mal moderiert, wird der journalistischen Qualität des Formats, das beiden Geschlechtern gefällt, sicherlich guttun. Keine Tipps zu Make-Up und Konfektionsgröße, dafür ernsthafte Berichte über Abtreibungsgesetze oder das Schicksal von Frauen im Jugoslawienkrieg – dadurch zeichnet „ML Mona Lisa“ sich aus. Frauenthemen, die auch Männer interessant finden können.

Diesem Credo will Susanne Kronzucker, Tochter des berühmten Fernsehjournalisten Dieter Kronzucker, treu bleiben. Heute löst die 43-Jährige die bisherigen „Mona-Lisa“-Moderatorinnen Barbara Dickmann (65) und Marina Ruperti (55) ab.

Susanne Kronzucker bringt für den neuen Job reichlich journalistische Erfahrung mit. Zuletzt moderierte sie fast vier Jahre lang das „RTL Nachtjournal“ als Nachfolgerin von Heiner Bremer, davor führte sie durch die Nachrichtensendung „RTL Aktuell Weekend“. In den USA hat Susanne Kronzucker Politikwissenschaften studiert, anschließend arbeitete sie bei dem US-Sender NBC, als Korrespondentin für das ZDF in Washington und bei Hubert Burda Media in New York.

Das Magazin „ML Mona Lisa“ feiert im April 2008 seinen 20. Geburtstag. Kurz vor dem Jubiläum nun also wieder ein neues Gesicht, Susanne Kronzucker ist die achte Moderatorin seit Sendestart. Und auch sie sagt: „Wir machen keine Frauensendung im klassischen Sinn.“

In der heutigen Ausgabe geht es unter anderem um die Wahlerfolge der Linkspartei, um die Arbeit einer Gerichtsvollzieherin und um zwei Frauen, die in Schweden nach Gold schürfen. Das, da hat Susanne Kronzucker recht, dürfte auch viele männliche Zuschauer vor den Fernseher locken. twa

„ML Mona Lisa“, ZDF, 18 Uhr

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