Medien : TV-Fußball: Netzer schrill, Fans frustriert

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Das war noch das Unterhaltsamste bei der TV-Übertragung des Fußball-Länderspiels Italien gegen Deutschland (4:1) am Mittwochabend: Günter Netzers GoldOutfit mit Sakko und gleichfarbiger Krawatte. Der ARD-Experte hatte sich offenbar ebenso neu eingekleidet wie die in rot-schwarzen Trikots auflaufende deutsche Nationalmannschaft – nur deutlich schlechter beraten. Co-Moderator Gerhard Delling frotzelte, Netzer erklärte sich: Er löste mit seinem schrillen Original-Outfit aus der Garderobe von Thomas Gottschalk eine Wette ein. Der 61-Jährige hatte sich in der „Wetten dass..?“-Sendung vom 10. Dezember als Wettpate verzockt. Als Einsatz hatte Netzer einen Auftritt in Gottschalk-Kluft gesetzt. Am Mittwoch hielt er Wort. Ganz wohl fühlte sich Netzer allerdings nicht. Er habe im Hotel alle Blicke auf sich gezogen, klagte er Delling. Der Mode-Exkurs bewies aber auch, dass Günter und Gerhard immer noch besser funktionieren als „Waldi und Harry“.

Vielleicht lässt sich Gerhard Delling beim nächsten Spiel auch mal was Extravagantes einfallen. Es muss ja kein Nachthemd sein, wie Blacky Fuchsberger, der einst im Nachthemd moderierte. An Netzers Outfit lag es jedenfalls nicht, dass 1,4 Millionen Zuschauer nach dem 0:3-Pausenstand abschalteten. Die Quote für die ARD-Übertragung ging von 10,6 Millionen in der ersten Halbzeit auf 9,2 Millionen zurück. Im Normalfall steigen bei Fußball-Übertragungen die Zahlen in der zweiten Halbzeit an. meh/dpa

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