• Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

TV-Internet : Ohne Inhalte bleibt Technik ein Skelett

30.11.2011 16:59 Uhrvon

Die im VPRT zusammengeschlossenen Privatfunker und der Suchmaschinengigant Google suchen Gemeinsamkeiten beim Fernsehen der Zukunft.

2012 wird das Jahr des Fernsehens, doch viele TV-Sender sehen das mit Besorgnis, denn ob sie beim Fernsehen der Zukunft noch die gleiche Bedeutung spielen wie bislang, ist zumindest fraglich. Google TV steht in den Startlöchern, Youtube hat gerade erst von Disney millionenschwere Inhalte gekauft, und Steve Jobs ließ kurz vor seinem Tod noch einige Gesten patentieren, mit denen AppleTV kinderleicht zu steuern sein soll. Für den Verband privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) waren diese Entwicklungen Grund genug, nach der Mitgliederversammlung am Dienstag zu einer Diskussionsveranstaltung über die „Perspektiven der crossmedialen Welt“ einzuladen.

VPRT-Präsident Jürgen Doetz wünscht sich einen von der Politik moderierten Dialog zwischen den Inhalteanbietern und den technischen Plattformen wie Google. Im Frühjahr haben sich der VPRT, ARD und ZDF, der Buchhandel, die Filmwirtschaft und die Gema in einer Content-Allianz zusammengeschlossen, um gemeinsam auf die Bedeutung und den Schutz medialer Inhalte hinzuweisen. Nach Doetz’ Ansicht müssten aber einige wohl noch lernen, solche Partnerschaften auch zu leben. „Ohne Inhalte ist alle Technik nichts wert“, brachte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Buchhandels, die Haltung der Allianz auf den Punkt. Jens Redmer von Google stimmte zumindest so weit zu, dass die Technik nur das Skelett darstellt, das erst durch Content-Partnerschaften zu einem vollständigen Körper werde. GoogleTV wird sich auch über Werbung finanzieren.

Hans-Joachim Otto, parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, will die Inhalteanbieter durch eine konsistente und konvergente Medienordnung im Wettbewerb mit den Internetunternehmen unterstützen. Ziel sei ein Bund-Länder-Staatsvertrag. Doch bis dahin dürften GoogleTV und AppleTV längst auf Sendung sein. Kurt Sagatz

Tagesspiegel twittert

Folgen Sie unserer Medienredaktion auf Twitter:

Sonja Alvarez:


Joachim Huber:
Kurt Sagatz:


Umfrage

Laut einem EuGH-Urteil können Personen bei Google die Entfernung von Suchergebnissen fordern, wenn diese Ihre Persönlichkeitsrechte verletzen. Werden Sie die Löschung von Einträgen zu Ihrer Person beantragen?

Der Tagesspiegel im Sozialen Netz

Service

Empfehlungen bei Facebook

Weitere Themen