TV : Nothelle versus Singelnstein

RBB führt Direktionen von TV und Radio zusammen

Joachim Huber

Beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) wird jetzt Zukunft gemacht. Intendantin Dagmar Reim nutzt die Chance, dass die Führungsebene der Anstalt auf ihren Vorschlag hin am 1. November vom Rundfunkrat neu gewählt wird, zur Zusammenführung der Fernseh- und der Hörfunkdirektionen. „Die Konvergenz der Medien verlangt von uns neue Strukturen in den Häusern. Wir gewinnen journalistisches Profil, wenn wir unsere Kreativität, unsere Kompetenz bimedial bündeln“, begründet Reim den Schritt.

Allerdings erfolgt das Projekt „Aus zwei mach eins“ mit Zeitverzögerung. Claudia Nothelle (43) soll für ein Jahr Fernsehdirektorin werden und zugleich ihrer jetzigen Aufgabe als TV-Chefredakteurin treu bleiben. Gleiches gilt für Christoph Singelnstein (52): Jahresvertrag als Hörfunkdirektor, parallel läuft seine Chefredaktion bei Antenne Brandenburg weiter. In diesem einen Jahr können sich Nothelle und Singelnstein für die Kombi-Direktion aus Radio und Fernsehen qualifizieren, Drittbewerber keineswegs ausgeschlossen.

Vorbereitet und befördert wird dieses Projekt plus die fortschreitende Digitalisierung der Programme vom eigentlichen Gewinner des Reim’schen Direktoren-Mikados. Reinhart Binder (50), jetzt Justitiar und Leiter der Intendanz, soll aufsteigen zum neuen Direktor Recht und Unternehmensentwicklung.

Wo viel Aufbruch, da viel Abbruch: Gabriel Heim (57) strebt keine zweite Amtszeit als RBB-Fernsehdirektor an. „Ich will mein Leben entschleunigen, meine Gestaltungskraft und Kompetenz stärker mit mir in Einklang bringen“, wird er in einer Mitteilung des RBB zitiert. Hannelore Steer verabschiedet sich nach Erreichen des 65. Lebensjahres aus der Hörfunkdirektion in den Ruhestand. Heim und Steer verlassen den Sender zum 1. Mai 2008, jenes Datum, zu dem die künftigen wie bestätigten Direktoren ihre Arbeit fortführen, respektive aufnehmen sollen. Hagen Brandstäter (48) soll demnach Verwaltungsdirektor bleiben, Nawid Goudarzi (54) weiterhin die Produktions- und Betriebsdirektion der Zweiländeranstalt führen. Joachim Huber

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