Medien : TV-Quoten: Zeitgenössische Stoffe locken wenige Zuschauer

Joachim Huber

Die Zahlen können die Sender nicht ermutigen. Die Fernsehfilme auf der Basis zeithistorischer Stoffe finden ihr Publikum, befriedigende Quoten werden in der Regel nicht eingefahren. Die ARD hat für den "Verleger", eine TV-Biografie über Axel Springer, weit mehr Geld ausgegeben als für jeden "Tatort". Hohe Budgets und Persönlichkeiten der Zeitgeschichte allein garantieren keinen Zuspruch. Spannung und Emotion müssen, siehe den Sat 1-"Tunnel", dabei sein. Grafik: Reichweite in Millionen Zuschauer Fehlte aber bei "Vera Brühne" etwa Spannung, bei "Kelly Bastian" die große Emotion? Für den Mitte November kündigt Sat 1 den "Tanz mit dem Teufel an", einen Kriminalfilm um die Entführung des Richard Oetker. Ein sehr ambitioniertes Stück Fernsehen. Und die nächste Testsendung: Unterläuft der Oetker-Film die Erwartungen, dann werden die Sender zum synthetischen Film zurückkehren. Herz, Schmerz und Totschlag im Irgendwann und Nirgendwo.

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