TV-Show : Simonis: Nach "Let's Dance" ist Schluss

Die ehemalige Ministerpräsidentin Schleswig-Holsteins, Heide Simonis, will nach der RTL-Reihe "Let's Dance" nicht mehr in TV-Shows auftreten. Gleichwohl bereue sie ihre Teilnahme bei "Let's Dance" nicht.

Kiel - Nach ihren Auftritten in der RTL-Show «Let's Dance» will Heide Simonis nicht mehr «aus der Reihe tanzen»: Eine Teilnahme an TV-Sendungen im Stile einer «Dschungelshow» schließt die ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin kategorisch aus. «Die spinnen, da gibt es nun wirklich Grenzen», sagte die 62-Jährige in einem dpa-Gespräch über entsprechende Spekulationen in der Boulevardpresse. «Noch drei Runden Tanzen, dann ist das Thema erledigt. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich niemals an geschmacklosen und frauenfeindlichen Veranstaltungen beteilige. Da gibt es wirklich Grenzen.»

Ihre Teilnahme an «Let's Dance» bereue sie trotz der teils hämischen Kommentare nicht, sagte Simonis, die am vergangenen Sonnabend mit ihrem Partner Hendrik Höfken eine weitere Runde überstanden hatte - weil die Zuschauer für sie votierten. Wie sie sich diesen Zuspruch erkläre?: «Das kann ich Ihnen auch nicht genau sagen - bestimmt nicht wegen der brillanten Tanzkünste. Aber offensichtlich spielt da so eine Kategorie mit wie Mut, einfach auch dazu stehen, dass man nicht mehr ganz so jung und so geschmeidig ist wie die wirklich sehr nett anzusehenden drei anderen, die jetzt noch mit dabei sind, die jungen Frauen.»

Sie glaube, dass besonders Frauen sofort und empört zum Hörer greifen, wenn vor allem der Juror Joachim Llambi sie hart kritisiert. «Das mögen Frauen nicht, dann rufen sie allein aus lauter Zorn an und überlegen vielleicht, ob sie selbst einen Tanzkurs machen sollen.» Sachliche Kritik an ihren Tanzkünsten könne sie schon nachvollziehen, sagte Simonis. «Aber wenn dann solche Sachen kommen wie "bantunegerhaft stampfen", dann kann ich damit nichts mit anfangen und weiß auch ich nicht, was die von mir wollen. Abgesehen davon, dass ich diesen Ausdruck auch noch völlig inakzeptabel finde.»

Laut lachend antwortet Simonis auf die Frage, weshalb sie eigentlich bei ihren Tanzauftritten fast nie lache: «Ich bemühe mich schon sehr zu lachen, aber ich bin so konzentriert auf die Schrittfolge, dass ich alles andere vergesse.» Sie teile auch nicht Auffassungen, wonach sie sich mit ihren Auftritten blamiere, sagte Simonis. «Ich habe ja von Anfang an gesagt, was mich zur Teilnahme bewogen hat - dass RTL sich bereit erklärt hat, für das Kinderhilfswerk UNICEF zu spenden.» Und nun gehöre es einfach dazu, auch durchzuhalten, sagte Simonis. «Dass ich immer weiter geschoben werde, das konnte man am Anfang ja nicht wissen.» (tso/dpa)

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